Osteopathie für Sportlerinnen und Sportler

Sportosteopathie in München

Sie suchen eine erfahrene Praxis für Sportosteopathie in München? In meiner Praxis am Sendlinger Tor behandeln wir sportlich aktive Menschen bei Beschwerden, die sich hartnäckig halten: das Knie, das sich ab Kilometer acht meldet, die Schulter, die nur beim Überkopfdrücken zwickt, die Achillessehne, die morgens steif ist und nach dem Einlaufen wieder ruhig. Wir suchen nach der Ursache dafür und zwar nicht nur an der Stelle, die wehtut, sondern in der gesamten Bewegungskette, ergänzend zu Physiotherapie und ärztlicher Betreuung.
Osteopathin behandelt Knie eines Sportlers in Rückenlage

Osteopathie für Sportlerinnen und Sportler in München

Beschwerden beim Sport haben nicht immer eine einzelne Ursache. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen: die aktuelle Trainingsbelastung, eine eingeschränkte Beweglichkeit, muskuläre Spannung, individuelle Bewegungsmuster oder die Folgen früherer Verletzungen. Entsprechend richtet sich Sportosteopathie nicht nur an Leistungssportler. Der größere Teil unserer Patientinnen und Patienten trainiert zwei- bis viermal pro Woche neben Beruf und Alltag, vom Laufen und Radfahren über Krafttraining und Tennis bis hin zu Fußball, Klettern oder Skifahren. Wir behandeln sie vor allem bei wiederkehrenden Überlastungsbeschwerden und funktionellen Bewegungseinschränkungen und auch nach einer Verletzung oder Operation kann Osteopathie die Rückkehr zum Sport begleiten.

Wir sehen uns dabei nicht nur die schmerzende Struktur an, sondern die gesamte Bewegungskette. Bei Knieschmerzen untersuchen wir beispielsweise auch Fuß, Sprunggelenk, Hüfte und Becken. Entscheidend ist nicht, jede kleine Asymmetrie zu finden, sondern herauszufinden, welche Einschränkungen für Ihre Beschwerden und Ihre Sportart tatsächlich relevant sein könnten. Behandelt wird anschließend das, was in der Untersuchung auffällt, mit individuell ausgewählten Techniken an Gelenken, Muskulatur und Faszien.

Ihre Expertin für Sportosteopathie in München

Annemarie von Witzleben

Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin

  • Physiotherapeutin und Osteopathin in einer Person.

    Für die Arbeit mit Sportlern ist diese Kombination der entscheidende Punkt: Belastungsdosierung und Trainingsaufbau kommen aus der Physiotherapie, die Suche nach der Ursache aus der Osteopathie.

  • Sechs Jahre in Rehabilitation und Gesundheitszentrum.

    Am Institut für Rehabilitation und anschließend fünf Jahre im Gesundheitszentrum PHI, Pro Health Institut in München. Dort ging es täglich um den Weg zurück nach einer Verletzung und um die Frage, wann jemand wieder darf, was er will.

  • Fortbildung zu Zwerchfell und Atemmechanik.

    Von 2023 bis 2024 die dreiteilige Reihe Atemausbreitung bei Margarete Keller DO. Das Zwerchfell ist der am meisten unterschätzte Muskel im Ausdauersport und hängt eng mit der Beweglichkeit von Brustkorb und Lendenwirbelsäule zusammen.

  • Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016.

    Als Heilpraktikerin behandle ich ohne ärztliche Überweisung. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.

Das sagen Patientinnen und Patienten

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Worauf wir bei Sportlern besonders achten

Bei einer Läuferin mit Knieproblemen fragen wir nicht nur nach Schreibtisch, Schlaf und alten Operationen, sondern zusätzlich nach den Wochenkilometern, nach dem Untergrund, nach dem Schuhwechsel vor sechs Wochen und danach, ob die Beschwerden beim Bergablaufen schlimmer werden. Diese Angaben grenzen die Ursache oft schneller ein als jede Tastuntersuchung. In der Untersuchung selbst richtet sich unser Blick vor allem auf:

  • die Beweglichkeit der Gelenke ober- und unterhalb der schmerzenden Stelle, weil dort die Ursache häufiger sitzt als am Schmerzort selbst
  • Seitenunterschiede, also darauf, ob rechts und links dieselbe Bewegung möglich ist
  • Brustkorb und Zwerchfell, weil eine eingeschränkte Atmung die Ausdauerleistung begrenzt und zugleich die Lendenwirbelsäule steifer macht
  • Narben und alte Verletzungen, die im Bewegungsmuster oft noch Jahre später sichtbar sind
  • die Belastungssteuerung, also darauf, ob Trainingsumfang und Erholung zueinander passen

Anwendungsgebiete der Sportosteopathie

Nicht immer lässt sich eine Beschwerde einer einzelnen Körperregion zuordnen. Häufig steht am Anfang eher eine Art von Problem als ein klarer Ort. Typische Anwendungsgebiete, mit denen sportlich aktive Menschen zu uns kommen, sind:

  • Überlastungsbeschwerden, die trotz Trainingspause immer wieder an derselben Stelle auftreten, etwa nach einer deutlichen Steigerung des Trainingsumfangs
  • funktionelle Bewegungseinschränkungen, die eine saubere sportliche Technik erschweren, zum Beispiel ein steifes Sprunggelenk bei der Kniebeuge oder eine unbewegliche Brustwirbelsäule bei Überkopfbewegungen
  • muskuläre Dysbalancen und Spannungsmuster, bei denen eine Seite oder eine Kette deutlich mehr Arbeit übernimmt als die andere
  • Sehnen- und Ansatzbeschwerden, etwa an Achillessehne, Kniescheibe oder Ellenbogen, die belastungsabhängig auftreten
  • Beschwerden in der Rückkehrphase nach einer Verletzung oder Operation, wenn Beweglichkeit oder Belastbarkeit noch nicht wieder seitengleich sind
  • Bewegungseinschränkungen nach alten Verletzungen, die im Alltag längst unauffällig sind, sich unter sportlicher Belastung aber bemerkbar machen

Ob eine osteopathische Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet sich immer erst nach Anamnese und Untersuchung.

Sportosteopathie: Behandlung von Brustkorb und Halswirbelsäule für eine freiere Atmung

Typische Beschwerden beim Sport

Je nach Sportart stehen unterschiedliche Körperregionen im Vordergrund. Diese Beschwerden sind die häufigsten Gründe, mit denen sportlich aktive Menschen in meine Praxis kommen:

  • Knie: Beschwerden beim Laufen, Springen oder Kniebeugen, Schmerzen rund um die Kniescheibe sowie Beschwerden beim Wiedereinstieg nach Knieverletzungen oder Operationen
  • Hüfte, Leiste und Becken: Leisten- und Adduktorenbeschwerden, eingeschränkte Hüftbeweglichkeit und belastungsabhängige Beschwerden im Beckenbereich
  • Sprunggelenk und Fuß: Achillessehnenbeschwerden, Fersenschmerzen sowie Beschwerden nach wiederholtem Umknicken oder nach einer deutlichen Steigerung des Trainingsumfangs
  • Schulter und Ellenbogen: Beschwerden beim Klettern, Tennis, Krafttraining und anderen Überkopfbewegungen sowie belastungsabhängige Ellenbogenbeschwerden
  • Rücken und Nacken: Beschwerden beim Krafttraining, Radfahren oder Schwimmen, gerade bei Sportlerinnen und Sportlern, die zusätzlich viele Stunden im Beruf sitzen

Warum der Schmerz selten dort entsteht, wo er wehtut

Der Körper funktioniert als zusammenhängendes System. Fehlt an einer Stelle Beweglichkeit, übernimmt eine benachbarte Struktur diese Bewegung mit und das funktioniert erstaunlich lange und völlig unbemerkt. Irgendwann ist die ausgleichende Struktur selbst überlastet und genau dort spüren Sie dann den Schmerz.

Ein Beispiel, das wir häufig sehen: Ein Sprunggelenk ist nach einem alten Umknicktrauma nicht mehr voll beweglich, sodass beim Laufen wenige Grad in der Abrollbewegung fehlen. Das Knie derselben Seite gleicht das über eine minimale Drehung aus, tausendfach pro Trainingseinheit und nach einigen Wochen mit erhöhtem Umfang meldet sich das Knie. Behandelt man nur das Knie, kommt der Schmerz nach der nächsten Steigerung zurück. Deshalb untersuchen wir immer die gesamte Kette, bei Knieproblemen also Fuß, Sprunggelenk, Hüfte und Becken, bei Schulterbeschwerden Halswirbelsäule, Rippen und Brustwirbelsäule.

Zugleich ist es uns wichtig, ehrlich zu sagen, was Sportosteopathie nicht leistet. Sie ersetzt weder Training noch Physiotherapie noch Sportmedizin, sie behandelt keinen frischen Muskelfaserriss und keine akute Bandverletzung und sie macht aus einer unzureichenden Grundlagenausdauer keine gute. Wenn Ihr Problem im Trainingsplan liegt, sagen wir Ihnen das, statt Sie zehnmal auf die Liege zu legen.

Welche Ziele Sportosteopathie verfolgt

Sportosteopathie ist keine eigene Therapieform, sondern Osteopathie mit einem bestimmten Blickwinkel. Die Techniken sind dieselben, anders ist, worauf wir bei der Untersuchung achten und welche Fragen wir stellen. Das Ziel ist dabei kein Leistungsversprechen, sondern ein sehr konkretes:

  • funktionelle Bewegungseinschränkungen und Seitenunterschiede sichtbar machen, bevor daraus wiederkehrende Beschwerden werden
  • die Ursache einer bestehenden Beschwerde in der Bewegungskette finden, statt nur den schmerzenden Punkt zu behandeln
  • die Voraussetzungen für eine saubere sportliche Technik verbessern, indem Bewegungen wieder frei werden, die vorher eingeschränkt waren
  • die Rückkehr zum Sport begleiten, wenn nach einer abgeschlossenen Heilung noch Ausgleichsmuster übrig geblieben sind

Ob daraus am Ende mehr Leistung wird, hängt an Ihrem Training, nicht an der Behandlung. Was wir beeinflussen können, sind die Bewegungseinschränkungen, die einer sauberen Technik im Weg stehen.

Zwerchfell und Atmung: der unterschätzte Faktor

Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und gleichzeitig ein Stabilisator für die Lendenwirbelsäule, verbunden über Bindegewebe mit Rippen, Wirbelsäule und den Organen des Bauchraums. Ist seine Beweglichkeit eingeschränkt, hat das zwei Folgen, die im Sport beide unangenehm sind. Erstens wird die Atmung flacher und die Atemfrequenz steigt, Sie müssen also häufiger atmen, um dasselbe Volumen zu bewegen, was unter Belastung Energie kostet. Zweitens wird der Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule steifer, was die Rotation beim Laufen und die Aufrichtung beim Kraftsport erschwert. Deshalb untersuchen wir bei Ausdauersportlern regelmäßig die Beweglichkeit von Rippen, Brustwirbelsäule und Zwerchfell, gerade bei wiederkehrendem Seitenstechen oder bei dem Gefühl, unter Belastung nicht richtig durchatmen zu können.

Atemnot unter Belastung, die neu auftritt oder sich verschlechtert, gehört allerdings zuerst ärztlich abgeklärt. Belastungsasthma, Herzerkrankungen und eine Anämie äußern sich ähnlich und sind nichts, was mit den Händen zu behandeln wäre.

Prävention: eine Untersuchung, bevor etwas wehtut

Ein Teil unserer Sportpatientinnen und -patienten kommt ohne akute Beschwerden und das ergibt vor allem in zwei Situationen Sinn: In Phasen mit hohem Trainingsumfang, etwa im Marathonaufbau oder vor einer Skisaison, lohnt sich ein Blick auf Seitenunterschiede und auf Bereiche, die schon einmal Probleme gemacht haben. Und nach einer längeren Pause, wenn Sie wieder einsteigen, ist der Aufwand gering und der Nutzen am größten. Ehrlich dazugesagt: Dass Sie durch regelmäßige Behandlung seltener verletzt sind, können wir Ihnen nicht versprechen. Was wir anbieten können, ist eine Untersuchung, die Bewegungseinschränkungen und Seitenunterschiede sichtbar macht, bevor daraus Beschwerden werden. Ein realistischer Rhythmus liegt bei einem Termin alle sechs bis zwölf Wochen, abhängig von Umfang und Sportart, häufiger ist selten notwendig.

Behandlungsraum für osteopathische Behandlungen

Nach welchen Prinzipien wir mit Sportlern arbeiten

Einige Grundsätze gelten bei uns unabhängig von Sportart und Beschwerde.

  • Erst die Ursache suchen, dann behandeln. Die schmerzende Stelle ist der Ausgangspunkt der Untersuchung, nicht ihr Ziel.
  • Die Belastung muss zur Erholung passen. Wenn Ihr Trainingsumfang das eigentliche Problem ist, sagen wir Ihnen das, auch wenn Sie es nicht hören wollen.
  • Keine Behandlung gegen eine ärztliche Diagnose. Liegt ein Befund vor, richten wir uns danach und arbeiten ergänzend.
  • Sie erfahren, wie Sie in den nächsten Tagen trainieren sollten. Das ist bei einer Überlastung meist wichtiger als die Behandlung selbst.
  • Kein Termin um des Termins willen. Verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, besprechen wir einen anderen Weg.

So läuft eine Sportosteopathie-Behandlung in München ab

Eine Behandlung dauert 50 bis 60 Minuten, beim Ersttermin geht ein Teil davon für die Anamnese und eine ausführliche Bewegungsuntersuchung ab, bei Folgeterminen bleibt entsprechend mehr Zeit für die Behandlung selbst. Sie ist in vier Schritte gegliedert. In der Anamnese fragen wir nach Ihrer Sportart, dem Wochenumfang, den Veränderungen der letzten Wochen sowie nach früheren Verletzungen und Operationen und vor allem danach, wann genau die Beschwerden auftreten: zu Beginn der Belastung, nach einer bestimmten Dauer oder erst am nächsten Tag. Diese Angabe grenzt die Ursache stark ein. In der Bewegungsuntersuchung sehen wir uns Haltung und Bewegung im Stehen und Gehen an, prüfen die Beweglichkeit der Gelenke im Seitenvergleich und lassen einfache Bewegungen aus Ihrem Sport zeigen, etwa eine Kniebeuge, einen Ausfallschritt oder eine Rotation. Anschließend behandeln wir mit Mobilisation von Gelenken sowie mit Techniken an Muskulatur und Faszien, bei Bedarf mit sehr sanften Griffen am Brustkorb und im Bauch- und Beckenraum, wobei wir Tempo und Intensität auf Ihre aktuelle Belastbarkeit abstimmen. Zum Schluss sagen wir Ihnen, was wir gefunden haben, was das mit Ihren Beschwerden zu tun hat und wie Sie in den nächsten Tagen trainieren sollten.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten

Damit die Untersuchung aussagekräftig ist, hilft eine kurze Vorbereitung. Bringen Sie nach Möglichkeit mit:

  • ärztliche Befunde, also MRT- oder Röntgenberichte und Operationsberichte, falls vorhanden
  • Ihre Lauf- oder Sportschuhe, wenn die Beschwerden beim Laufen auftreten, denn das Abnutzungsmuster der Sohle sagt einiges über Ihren Bewegungsablauf aus
  • eine grobe Übersicht Ihres Trainings der letzten Wochen, ein Screenshot aus der Lauf-App genügt
  • Sporthose oder bequeme Kleidung, in der Sie sich bewegen können
  • Einlagen oder Bandagen, falls Sie welche benutzen

Trainieren Sie am Tag des Termins möglichst nicht direkt vorher intensiv. Eine ruhige Einheit ist kein Problem, ein harter Intervalllauf zwei Stunden vor dem Termin verfälscht dagegen die Untersuchung.

Nach der Behandlung: wann Sie wieder trainieren können

Wann man wieder ins Training einsteigen darf, ist die Frage, die uns Sportlerinnen und Sportler am häufigsten stellen, deshalb dazu ganz konkret: Die ein bis zwei Tage, in denen der Körper nacharbeitet, gehören der Regeneration, lockeres Laufen, Radfahren oder Schwimmen ist in Ordnung, ein Wettkampf oder eine harte Krafteinheit nicht. Ab dem dritten Tag sind Sie in der Regel wieder voll belastbar. In den ersten Tagen kann sich der behandelte Bereich anfühlen wie nach einer ungewohnten Trainingseinheit, also leicht muskelkaterartig und manche Menschen sind auch auffallend müde. Beides ist normal und klingt von selbst ab. Vor einem wichtigen Wettkampf gilt: Legen Sie den letzten Termin nicht in die letzte Woche davor, sinnvoll sind mindestens sieben bis zehn Tage Abstand, damit sich der Körper an veränderte Bewegungsabläufe gewöhnen kann. Kurz vor dem Start ist der beste Zeitpunkt für gar nichts Neues.

Wie viele Termine sinnvoll sind, zeigt sich bei einer klaren Überlastungsbeschwerde meist nach zwei bis drei Behandlungen. Die Abstände liegen anfangs bei ein bis drei Wochen und werden größer, sobald es besser wird. Bleibt eine Veränderung aus, sagen wir Ihnen das offen und empfehlen eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung statt weiterer Sitzungen.

Sportosteopathie Kinder München Annemarie von Witzleben

Wann Sie zuerst ärztlich abklären lassen sollten

So sinnvoll die osteopathische Ursachensuche bei hartnäckigen Beschwerden ist, so wenig ist die Osteopathie eine Akutmedizin, weshalb in den folgenden Fällen zuerst eine ärztliche Untersuchung dazugehört, bevor Sie einen Termin bei uns vereinbaren:

  • ein Knall oder ein plötzlicher stechender Schmerz während der Belastung, oft ein Hinweis auf einen Muskel- oder Sehnenriss
  • eine deutliche Schwellung, ein Bluterguss oder eine sichtbare Fehlstellung
  • ein Gelenk, das nicht mehr belastet werden kann oder wegknickt
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Kraftverlust in Arm oder Bein
  • Schmerz in Ruhe und nachts, der mit der Belastung nichts zu tun hat
  • Fieber, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust zusätzlich zu den Beschwerden
  • neu auftretende Atemnot, Brustschmerz oder Herzstolpern unter Belastung
  • ein punktueller Knochenschmerz nach einer Umfangssteigerung, der beim Aufsetzen deutlich ist und auf eine Ermüdungsfraktur hindeuten kann

Nicht jede Beschwerde beim Sport hat außerdem einen klaren Ort und nicht hinter jedem Leistungsabfall steckt eine funktionelle Bewegungseinschränkung. Anhaltend schwere Beine, eine ungewöhnlich lange Regenerationszeit, wiederkehrendes Seitenstechen oder ein deutlicher Leistungsknick können ganz unterschiedliche Ursachen haben, neben Trainingsumfang, Schlaf, Ernährung und Stress kommen auch medizinische Ursachen wie ein Eisenmangel, Infekte oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung infrage. Treten solche Veränderungen neu auf, bestehen über längere Zeit oder lassen sie sich nicht durch die Trainingsbelastung erklären, sollte deshalb zuerst eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch in unserer eigenen Untersuchung achten wir auf solche Zeichen und verweisen Sie weiter, wenn etwas nicht zur Osteopathie gehört.

Zusammenarbeit mit Ärzten, Physiotherapie und Trainer

Bei Sportbeschwerden liegen die Antworten selten in einer Hand. Die sportmedizinische oder orthopädische Praxis stellt die Diagnose und veranlasst eine Bildgebung, wenn sie nötig ist. Die Physiotherapie baut nach einer Verletzung Kraft und Belastbarkeit wieder auf und das ist harte, strukturierte Arbeit über Wochen, die durch keine osteopathische Behandlung zu ersetzen ist. Osteopathie setzt daneben an, bei Bewegungseinschränkungen, die den Wiederaufbau behindern und bei Ausgleichsmustern, die nach der eigentlichen Heilung übrig geblieben sind. Bringen Sie Befunde und Therapieberichte gern mit, das erspart Doppeluntersuchungen und macht die Abstimmung einfacher. Wenn Sie mit einem Trainer arbeiten, ist dessen Einschätzung zur Technik oft der fehlende Teil des Bildes, gerade bei Beschwerden, die immer wieder an derselben Stelle auftreten.

Kosten und Kostenübernahme der Sportosteopathie

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Der Betrag hängt vom Umfang der Behandlung ab, den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin, damit Sie nicht überrascht werden.

Gesetzlich Versicherte

Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig, üblicherweise mit einer begrenzten Zahl von Sitzungen pro Kalenderjahr. Dafür brauchen Sie in der Regel ein Privatrezept mit Diagnose von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Wie viel Ihre Kasse übernimmt, klären Sie mit einem kurzen Anruf dort, denn die Bedingungen unterscheiden sich erheblich.

Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung

Die Kosten werden in der Regel erstattet, der Umfang hängt vom Tarif ab. Gleiches gilt für Zusatzversicherungen, die Heilpraktikerleistungen einschließen. Eine ärztliche Überweisung brauchen Sie für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind.

Häufige Fragen zur Sportosteopathie

Was ist Sportosteopathie?

Sportosteopathie ist Osteopathie mit sportlichem Blickwinkel. Die Techniken entsprechen der allgemeinen Osteopathie, anders sind die Fragen und die Untersuchung: Trainingsumfang, die Bewegungsabläufe der jeweiligen Sportart, Seitenunterschiede und frühere Verletzungen stehen im Vordergrund. Eine eigenständige, geschützte Zusatzbezeichnung ist es in Deutschland nicht.

Für wen ist Sportosteopathie geeignet?

Für alle, die regelmäßig trainieren, unabhängig vom Niveau. Der größte Teil unserer Sportpatientinnen und -patienten trainiert zwei- bis viermal pro Woche neben einem Bürojob. Leistungssport ist keine Voraussetzung und ein Wiedereinstieg nach längerer Pause ist ebenfalls ein guter Anlass.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Nein, die Behandlung selbst ist nicht schmerzhaft. Beim Untersuchen kann eine gereizte Struktur kurz empfindlich reagieren, das sagen wir vorher an. In den ein bis zwei Tagen danach fühlt sich der behandelte Bereich manchmal an wie nach einer ungewohnten Trainingseinheit.

Wie lange dauert eine Sportosteopathie-Behandlung?

50 bis 60 Minuten. Beim Ersttermin geht ein Teil davon für die Anamnese und eine ausführliche Bewegungsuntersuchung ab, bei Folgeterminen bleibt mehr Zeit für die Behandlung selbst.

Darf ich nach der Behandlung wieder trainieren?

Am selben Tag nur locker, ab dem nächsten Tag in der Regel wieder normal. Verzichten Sie am Behandlungstag auf harte Intervalle, schweres Krafttraining und Wettkämpfe. Wenn im Einzelfall etwas anderes sinnvoll ist, sagen wir Ihnen das am Ende des Termins.

Wie lange vor einem Wettkampf sollte der letzte Termin liegen?

Mindestens sieben bis zehn Tage vorher. Nach einer Behandlung verändern sich Bewegungsabläufe leicht und der Körper braucht ein paar Trainingseinheiten, um sich daran zu gewöhnen. Kurz vor dem Start sollten Sie nichts Neues ausprobieren, auch keine Behandlung.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Bei einer klaren Überlastungsbeschwerde zeigt sich meist nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt. Die Abstände liegen anfangs bei ein bis drei Wochen. Verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, empfehlen wir eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung statt weiterer Sitzungen.

Was kostet Sportosteopathie in München?

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Jahr. Private Versicherungen, Beihilfe und Zusatzversicherungen mit Heilpraktikerleistung erstatten je nach Tarif. Fragen Sie vorab kurz bei Ihrer Kasse nach.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein. Da wir Heilpraktikerinnen sind, können Sie direkt einen Termin vereinbaren. Ein Privatrezept brauchen Sie nur dann, wenn Ihre gesetzliche Krankenkasse einen Zuschuss zahlen soll.

Hilft Osteopathie bei einem Läuferknie?

Das Läuferknie ist einer der häufigsten Anlässe. Wir untersuchen dabei die ganze Kette, also Fuß, Sprunggelenk, Hüfte und Becken, weil der Schmerz an der Knieaußenseite häufig aus der Bewegungskette darüber oder darunter kommt. Dazu gehört immer die Frage nach Umfangssteigerung, Untergrund und Schuhwechsel.

Kann Osteopathie bei Achillessehnenbeschwerden helfen?

Achillessehnenbeschwerden sind ein häufiger Anlass, besonders die typische Morgensteifigkeit. Wir sehen uns Sprunggelenk, Wade, Fußgewölbe und die Verbindung nach oben ins Becken an. Wichtig ist dabei die Belastungssteuerung, denn eine gereizte Sehne braucht angepasstes Training, nicht vollständige Ruhe. Bei starker Schwellung oder plötzlichem Schmerz gehört die ärztliche Abklärung vorweg.

Behandeln Sie auch akute Sportverletzungen?

Nein, akute Verletzungen gehören zuerst ärztlich untersucht. Bei einem plötzlichen stechenden Schmerz, einem hörbaren Knall, einer deutlichen Schwellung oder einem Gelenk, das nicht mehr trägt, gehen Sie in die Notaufnahme oder in eine orthopädische Praxis. Osteopathisch arbeiten wir später, in der Rückkehrphase.

Kann Sportosteopathie meine Leistung verbessern?

Mehr Leistung versprechen wir Ihnen nicht, das wäre unseriös. Was sich beeinflussen lässt, sind Bewegungseinschränkungen, die eine saubere Technik verhindern. Ob daraus mehr Leistung wird, hängt an Ihrem Training.

Beugt Osteopathie Verletzungen vor?

Versprechen können wir Ihnen das nicht. Was wir anbieten können, ist eine Untersuchung, die Seitenunterschiede und fehlende Beweglichkeit sichtbar macht, bevor daraus Beschwerden werden.

Wie oft sind präventive Termine sinnvoll?

Ein Termin alle sechs bis zwölf Wochen reicht in den meisten Fällen, abhängig von Sportart und Umfang. Sinnvolle Zeitpunkte sind der Beginn einer intensiven Aufbauphase, der Start einer Saison und der Wiedereinstieg nach einer Pause.

Ersetzt Sportosteopathie Physiotherapie?

Nein. Physiotherapie baut nach einer Verletzung gezielt Kraft und Belastbarkeit auf, das ist strukturierte Arbeit über Wochen und durch keine osteopathische Behandlung zu ersetzen. Osteopathie setzt daneben an, bei Bewegungseinschränkungen und Ausgleichsmustern. Beides lässt sich gut kombinieren.

Was ist der Unterschied zwischen Osteopathie und Physiotherapie?

Physiotherapie arbeitet meist an einer ärztlich gestellten Diagnose mit Übungen, Training und manuellen Techniken. Osteopathie sucht die Ursache der Beschwerde im gesamten Körper und arbeitet ausschließlich mit den Händen. Annemarie von Witzleben hat beide Ausbildungen.

Behandeln Sie auch Jugendliche im Vereinssport?

Ja. Bei Jugendlichen im Wachstum kommen zusätzlich Wachstumsbeschwerden und Reizungen an Sehnenansätzen hinzu, etwa am Knie oder an der Ferse und die Belastungssteuerung ist hier besonders wichtig. Mehr dazu finden Sie auf der Seite zur Kinderosteopathie.

Ich sitze den ganzen Tag im Büro und trainiere abends. Ist das ein Problem?

Es ist die häufigste Ausgangslage unserer Sportpatientinnen und -patienten. Acht Stunden Sitzen verkürzen die Hüftbeuger und machen die Brustwirbelsäule steifer. Wer danach ins Training geht, startet mit einer eingeschränkten Ausgangsposition und der Körper gleicht das im unteren Rücken oder in der Schulter aus.

Was tun bei wiederkehrendem Seitenstechen?

Wiederkehrendes Seitenstechen ist ein Anlass, sich Zwerchfell, Rippen und Brustwirbelsäule anzusehen. Häufig ist die Atemmechanik eingeschränkt, teils auch die Beweglichkeit der Bauchorgane gegenüber ihrer Umgebung. Neu auftretende Atemnot oder Brustschmerz unter Belastung gehören dagegen zuerst ärztlich abgeklärt.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern, wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.

Kontakt und Anfahrt

So finden Sie uns

Adresse
Sendlinger-Tor-Platz 11
80336 München
Telefon
089 44312482

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