Osteopathie bei Rückenschmerzen München
Osteopathische Behandlung bei Rückenschmerzen in München
Sie haben seit Wochen Rückenschmerzen, die Bildgebung ist unauffällig und trotzdem tut es weh. Mit dieser Ausgangslage kommen die meisten Menschen mit Rückenbeschwerden zu uns und sie ist häufiger, als viele denken: Rund 85 Prozent aller Rückenschmerzen gelten als unspezifisch, das heißt, es lässt sich keine einzelne, klar nachweisbare Ursache finden. Das bedeutet nicht, dass die Schmerzen eingebildet wären, sondern dass die Erklärung eher im Zusammenspiel von Beweglichkeit, Belastung, Muskelspannung und Alltag liegt als in einer einzelnen geschädigten Struktur. Nur bei den übrigen rund 15 Prozent steckt eine klar fassbare Ursache dahinter, etwa ein Bandscheibenvorfall mit passenden neurologischen Ausfällen, ein Wirbelbruch oder eine Entzündung. Diese Fälle gehören zuerst in ärztliche Hände.
Genau bei den unspezifischen Beschwerden setzt Osteopathie an, nicht an einer Struktur, die auf einem Bild sichtbar wäre, sondern an der Frage, wo Beweglichkeit fehlt und welche Region das seit Monaten ausgleicht. Häufig sitzt die Ursache nicht im Rücken selbst, sondern in einer unbeweglichen Hüfte, einem festen Zwerchfell, einer Narbe nach einer Bauchoperation oder im Bauch- und Beckenraum. Wir untersuchen im Stehen, im Sitzen und auf der Liege und behandeln anschließend das, was dabei auffällt. Sobald allerdings Taubheitsgefühle in den Beinen, Lähmungserscheinungen oder Probleme beim Wasserlassen hinzukommen, gehören Sie zuerst in ärztliche Hände und nicht in unsere.
Ihre Expertin für Rückenbeschwerden in München
Annemarie von Witzleben
Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin
- Physiotherapeutin und Osteopathin in einer Person.
Die Ausbildung zur Physiotherapeutin von 2005 bis 2008 in Berlin, darauf aufbauend die fünfjährige, berufsbegleitende Osteopathie-Ausbildung von 2008 bis 2013 an der International Academy of Osteopathy in München. Beim Rücken ist diese Kombination besonders nützlich, weil die Frage nach der richtigen Belastung genauso wichtig ist wie die Behandlung selbst.
- Sechs Jahre in Rehabilitation und Gesundheitszentrum.
Zunächst am Institut für Rehabilitation, danach fünf Jahre im Gesundheitszentrum PHI, Pro Health Institut in München, wo es täglich um Rückenbeschwerden ging und darum, wie Menschen nach einer Episode wieder in Bewegung kommen.
- Fortbildung zu Zwerchfell und Atemmechanik.
Von 2023 bis 2024 die dreiteilige Reihe Atemausbreitung bei Margarete Keller DO. Das Zwerchfell ist über Bindegewebe direkt mit der Lendenwirbelsäule verbunden und bei chronischen Kreuzschmerzen erstaunlich oft mit beteiligt.
- Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016.
Als Heilpraktikerin behandle ich ohne ärztliche Überweisung. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.
Das sagen Patientinnen und Patienten
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Mehr InformationenWo bei Rückenschmerzen die Ursache häufig sitzt
Weil der Rücken zwischen allem liegt, ist er besonders oft die Struktur, die eine fehlende Beweglichkeit an anderer Stelle ausgleicht. In der Untersuchung richtet sich unser Blick deshalb vor allem auf:
- die Hüftgelenke, deren eingeschränkte Streckung die Lendenwirbelsäule zusätzlich belastet, gerade bei Menschen, die viel sitzen
- das Becken mit den Iliosakralgelenken, die einen großen Teil der Last tragen und bei einseitiger Einschränkung typische Kreuzschmerzen verursachen
- den Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule, der bei sitzender Haltung an Beweglichkeit verliert
- das Zwerchfell und die unteren Rippen, die über Bindegewebe direkt mit der Lendenwirbelsäule verbunden sind
- Narben nach Bauchoperationen sowie alte Verletzungen an Fuß und Sprunggelenk, die den Gang und damit die Lastverteilung verändern
- Verklebungen zwischen den Organen und Faszien, die mit der Wirbelsäule verbunden sind
Warum die Ursache selten im Rücken selbst liegt
Fehlt an einer Stelle Beweglichkeit, übernimmt eine benachbarte Struktur diese Bewegung mit und das geht erstaunlich lange gut, bis die ausgleichende Struktur selbst überlastet ist und genau dort der Schmerz entsteht. Weil der Rücken zwischen allem liegt, ist er besonders häufig diese ausgleichende Struktur. Das erklärt auch eine Beobachtung, die viele kennen: Massage und Wärme helfen kurz, doch nach zwei Tagen ist die Verspannung zurück, weil die eigentliche Mehrbelastung unverändert bestehen bleibt und die Muskulatur wieder in Schutzspannung geht.
Die Hüfte
Wer viel sitzt, verkürzt die Hüftbeuger und fehlt der Hüfte dadurch die volle Streckung, muss die Lendenwirbelsäule beim Gehen und Stehen mehr Bewegung übernehmen, als für sie vorgesehen ist. Das ist einer der häufigsten Befunde überhaupt bei Kreuzschmerzen.
Das Becken und die Iliosakralgelenke
Diese beiden Gelenke zwischen Kreuzbein und Beckenschaufeln bewegen sich nur wenige Millimeter, tragen dabei aber das gesamte Gewicht des Oberkörpers. Ist die Bewegung einseitig eingeschränkt, entsteht die typische einseitige Belastung im Kreuz, oft mit Schmerz beim Aufstehen aus dem Sitzen.
Das Zwerchfell
Das Zwerchfell ist über Bindegewebe direkt an der Lendenwirbelsäule verankert und zugleich ein Stabilisator für die Körpermitte. Bei dauerhafter Anspannung wird die Atmung flacher, das Zwerchfell fester und der Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule steifer, was erklärt, warum sich Rückenschmerzen unter Stress oft verschlechtern, ohne dass sich am Rücken selbst etwas geändert hätte.
Narben, Verklebte Faszien- und Organstrukturen
Eine Narbe nach Blinddarmentfernung, Kaiserschnitt oder einer anderen Bauchoperation betrifft mehrere Gewebeschichten. Während der Heilung können Narbengewebe und Verwachsungen entstehen, die die Verschieblichkeit des Gewebes verändern.
Da Faszien und andere Bindegewebsstrukturen verschiedene Körperregionen miteinander verbinden, können solche Veränderungen auch die Beweglichkeit angrenzender Bereiche beeinflussen. Deshalb beziehe ich bei Rückenschmerzen beispielsweise alte Bauchoperationen, Narben und den Bauch- und Beckenraum in die osteopathische Untersuchung mit ein.
Auch frühere Entzündungen im Bauch-, Becken- oder Brustraum, wie ehemalige Blasenentzündungen, Nierenbeckenentzündungen, oder Lungenentzündungen, können für die Anamnese relevant sein, da sie oft verklebte Faszien hinterlassen, die die Wirbelsäulenbeweglichkeit einschränkt.
Rückenschmerzen durch Sitzen und Bildschirmarbeit
Rückenschmerzen durch langes Sitzen sind ein Beschwerdebild für sich und gerade bei Bildschirmarbeit ähneln sich die Muster auffallend. Beim Sitzen passiert dreierlei zugleich: Die Hüftbeuger verharren stundenlang in verkürzter Position, das Becken kippt nach hinten, sodass die Lendenwirbelsäule ihre natürliche Krümmung verliert und der Brustkorb sinkt zusammen. Die Atmung wird flacher, die Brustwirbelsäule verliert an Beweglichkeit. Der Körper hält das lange aus. Beschwerden entstehen meist erst, wenn etwas dazukommt, eine Phase mit mehr Arbeitsstunden, ein paar Tage Sofa nach einer Erkältung oder ein Training, das plötzlich intensiver wird.
In der Behandlung geht es dann vor allem um vier Bereiche: um die Rotation der Brustwirbelsäule, um die Hüftstreckung, die beim Sitzen als Erstes verloren geht, um die Atembewegung von Rippen und Zwerchfell und um die Nacken- und Kiefermuskulatur, die bei konzentrierter Bildschirmarbeit ständig mitarbeitet. Mindestens ebenso wichtig ist aber, was Sie selbst am Arbeitsplatz ändern. Der beste Bürostuhl nützt wenig, wenn Sie vier Stunden am Stück darauf sitzen bleiben. Die wirksamste Maßnahme ist unspektakulär: regelmäßig aufstehen und zwar bevor es unangenehm wird.
Typische Beschwerdebilder
Die folgende Übersicht beschreibt Anlässe aus unserem Praxisalltag und ist keine Zusage, dass Osteopathie diese Beschwerden beseitigt. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, entscheidet sich erst nach Anamnese und Untersuchung.
Hexenschuss, fachlich Lumbago
Ein plötzlich einschießender Schmerz im unteren Rücken, oft beim Bücken oder Heben und manchmal scheinbar aus dem Nichts, bei dem die Muskulatur sofort in Schutzspannung geht, sodass das Aufrichten kaum möglich ist. So dramatisch sich ein Hexenschuss anfühlt, so gut ist seine Prognose, denn die allermeisten akuten Episoden, also solche bis zu etwa sechs Wochen, bessern sich innerhalb weniger Tage bis Wochen deutlich. Wichtig ist dabei, so weit in Bewegung zu bleiben, wie der Schmerz es zulässt, statt Bettruhe zu halten.
Chronische Kreuzschmerzen
Von chronischen Beschwerden spricht man, wenn sie länger als zwölf Wochen bestehen, meist mit guten und schlechten Wochen im Wechsel. Dann hat sich häufig die Schmerzverarbeitung selbst mit verändert, weshalb es hier weniger um die eine schnelle Lösung geht als um mehrere Faktoren gleichzeitig, also um Beweglichkeit, Belastung, Schlaf und Anspannung. Wir arbeiten in dieser Phase langsamer, mit größeren Abständen und realistischen Zwischenzielen.
ISG-Beschwerden
Ein einseitiges, tief sitzendes Ziehen im Kreuz, das typischerweise beim Aufstehen aus dem Sitzen, beim Treppensteigen oder beim Umdrehen im Bett auftritt und häufig nach einer Schwangerschaft oder bei stark einseitiger Belastung vorkommt. Das Iliosakralgelenk ist dabei nicht wirklich blockiert, seine Bewegung ist eingeschränkt und die umgebende Muskulatur in Schutzspannung.
Ischiasbeschwerden
Ziehende oder brennende Schmerzen, die vom Gesäß über die Rückseite des Beins ausstrahlen, manchmal bis in den Fuß. Wir untersuchen dabei Becken, Iliosakralgelenk, Lendenwirbelsäule und die umgebende Muskulatur gemeinsam. Sobald Taubheitsgefühle, ein Kraftverlust oder Störungen beim Wasserlassen hinzukommen, gehören Sie allerdings sofort ärztlich untersucht.
Mittlerer Rücken und Nacken
Ein festes, brennendes Gefühl zwischen den Schulterblättern, das bei Bildschirmarbeit sehr häufig ist und meist mit einer unbeweglichen Brustwirbelsäule und flacher Atmung einhergeht. Kommt eine eingeschränkte Kopfdrehung mit Ausstrahlung in den Hinterkopf dazu, gehört oft der Kiefer mit ins Bild.
Bandscheibenbeschwerden
Ein im MRT sichtbarer Bandscheibenvorfall ist nicht automatisch die Ursache Ihrer Schmerzen, denn viele Menschen ohne jede Beschwerde haben denselben Befund. Wir arbeiten hier ausschließlich begleitend und nur dann, wenn keine neurologischen Ausfälle vorliegen und die ärztliche Abklärung erfolgt ist.
Was Sie selbst für Ihren Rücken tun können
Ohne Bewegung geht es nicht und das sagen wir ganz offen, denn keine manuelle Behandlung ersetzt sie, unsere eingeschlossen. In der akuten Phase kommt es vor allem darauf an, so weit in Bewegung zu bleiben, wie der Schmerz es zulässt, weil Bettruhe die Erholung eher verzögert als beschleunigt. Bei muskulär bedingten Beschwerden empfinden viele Wärme als wohltuend, bei akuten Reizzuständen eher Kälte. Und statt schmerzhafte Bewegungen ganz zu meiden, lohnt es sich, sie anzupassen, indem Sie etwa aus den Knien heben und beim Aufstehen aus dem Bett über die Seite rollen.
Auf längere Sicht zählt vor allem die Regelmäßigkeit. Ob Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining, welche Bewegungsform Ihnen liegt, ist weniger entscheidend als die Tatsache, dass Sie dranbleiben. Dazu gehört auch ein regelmäßiger Positionswechsel am Arbeitsplatz. Nicht zu unterschätzen sind außerdem Schlaf und Anspannung, weil beide die Schmerzwahrnehmung messbar beeinflussen und bei Rückenschmerzen oft übersehen werden. Wenn Sie gezielt Kraft aufbauen müssen, führt der Weg über Physiotherapie oder angeleitetes Training. Diese Arbeit über Wochen können wir Ihnen mit den Händen nicht abnehmen.
Nach welchen Prinzipien wir bei Rückenschmerzen arbeiten
Einige Grundsätze gelten bei der Behandlung von Rückenschmerzen in meiner Praxis unabhängig vom einzelnen Befund.
- Zuerst die Warnzeichen ausschließen. Bevor wir behandeln, klären wir ab, ob etwas dabei ist, das zuerst ärztlich untersucht gehört.
- Die schmerzende Stelle ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel. Wir untersuchen immer auch Becken, Hüfte, Brustkorb und Zwerchfell, Kopf.
- Kein Einrenken. Wir arbeiten mit Mobilisation und mit Techniken am Bindegewebe, nicht mit ruckartigen Impulsen.
- Bewegung schlägt Behandlung. Wenn Ihr Rücken vor allem Bewegung braucht, sagen wir Ihnen das.
- Kein Abonnement. Verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, besprechen wir einen anderen Weg statt weiterer Sitzungen.
So läuft eine osteopathische Behandlung bei Rückenschmerzen in München ab
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Wir wollen wissen, seit wann die Beschwerden bestehen, wie sie angefangen haben und wann sie am schlimmsten sind, ob morgens oder abends, in Bewegung oder in Ruhe. Dazu fragen wir nach Beruf und Arbeitsplatz, nach Sport und Schlaf sowie nach früheren Erkrankungen, Operationen und Unfällen. Diese Vorgeschichte grenzt die Ursache oft stärker ein als jede Tastuntersuchung. Danach sehen wir uns an, wie Sie stehen und gehen und prüfen auf der Liege die Beweglichkeit von Wirbelsäule, Becken, Hüftgelenken, Rippen und Zwerchfell im Seitenvergleich. Strahlen die Beschwerden ins Bein aus, testen wir zusätzlich Gefühl und Kraft, um mögliche Warnzeichen nicht zu übersehen. Erst dann behandeln wir, je nach Befund mit sanfter Mobilisation der Gelenke, mit Techniken an Muskulatur und Faszien und bei Bedarf sehr behutsam am Zwerchfell und im Bauchraum. Zum Abschluss erklären wir Ihnen, was wir gefunden haben und geben Ihnen einen konkreten Rat für Arbeitsplatz oder Alltag mit.
Eine Behandlung dauert 50 bis 60 Minuten, beim Ersttermin nimmt die Anamnese einen Teil der Zeit ein. Alle Behandlungen erfolgen manuell und ohne Medikamente und wenn wir der Meinung sind, dass Ihnen ein Krafttraining mehr bringt als weitere Termine bei uns, sagen wir Ihnen das offen.
Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten
Bitte bringen Sie nach Möglichkeit mit:
- vorhandene Befunde, also MRT- oder Röntgenberichte und Operationsberichte
- eine Liste Ihrer Medikamente, besonders bei blutverdünnenden Mitteln
- Notizen dazu, wann die Schmerzen auftreten und was sie bessert oder verschlechtert
- bequeme Kleidung, in der Sie sich bewegen können
- Einlagen, falls Sie welche tragen
Zwei Fragen grenzen die Ursache übrigens erheblich ein, nämlich ob die Schmerzen morgens oder abends schlimmer sind und ob sie sich in Bewegung oder in Ruhe bessern. Wenn Sie das über ein paar Tage notieren, bevor Sie kommen, hilft uns das sehr.
Nach der Behandlung: was normal ist
In den ein bis zwei Tagen nach der Behandlung fühlt sich der behandelte Bereich häufig an wie nach einer ungewohnten Trainingseinheit, manche Menschen sind auffallend müde und andere schlafen besonders tief. Gelegentlich verschieben sich Beschwerden kurzzeitig an eine andere Stelle, was meist damit zu tun hat, dass sich Bewegungsmuster gerade verändern. Bleiben Sie in dieser Zeit in Bewegung, verzichten Sie am Behandlungstag auf schweres Training und trinken Sie ausreichend und wenn Beschwerden deutlich zunehmen oder neue Symptome auftreten, melden Sie sich bei uns.
Bei akuten Beschwerden zeigt sich meist schon nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt, wobei die Abstände anfangs bei ein bis zwei Wochen liegen und größer werden, sobald es besser wird. Bei chronischen Beschwerden dauert es erfahrungsgemäß länger. Feste Serien legen wir nicht im Voraus fest und verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, empfehlen wir Ihnen einen anderen Weg.
Wann Sie zuerst ärztlich abklären lassen sollten
Bestimmte Zeichen, in der Medizin Red Flags genannt, deuten auf etwas hin, das zuerst ärztlich untersucht gehört und in diesen Fällen behandeln wir nicht, sondern verweisen Sie weiter:
- Taubheitsgefühl im Bereich zwischen den Beinen, am Gesäß oder im Genitalbereich
- Störungen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang, etwa wenn Sie es nicht mehr halten können
- rasch zunehmende Lähmung oder Kraftverlust in einem Bein
- Fieber, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust zusammen mit Rückenschmerzen
- Schmerz in Ruhe und nachts, der sich durch keine Position bessert
- Rückenschmerzen nach einem Sturz oder Unfall, besonders bei bekannter Osteoporose
- eine Tumorerkrankung in der Vorgeschichte
- Rückenschmerzen bei starkem Krankheitsgefühl oder zusammen mit Bauchschmerzen und Übelkeit
Treten die ersten drei Zeichen gemeinsam auf, kann das auf ein Cauda-equina-Syndrom hindeuten, das ein Notfall ist und sofort in die Klinik gehört, nicht erst am nächsten Werktag zur Hausärztin. Auch in unserer eigenen Untersuchung achten wir auf diese Zeichen und verweisen Sie weiter, wenn etwas nicht zur Osteopathie gehört.
Zusammenarbeit mit Ärztin, Physiotherapie und Training
Rückenschmerzen brauchen oft mehr als eine Anlaufstelle, und deshalb ist uns die klare Rollenverteilung wichtig. Die hausärztliche oder orthopädische Praxis klärt ab, ob eine strukturelle Ursache vorliegt, veranlasst bei Bedarf eine Bildgebung und stellt Ihnen das Privatrezept für den Kassenzuschuss aus. Die Physiotherapie baut Kraft und Belastbarkeit auf, was gerade bei chronischen Kreuzschmerzen zentral und durch keine manuelle Behandlung zu ersetzen ist. Deshalb verweisen wir regelmäßig dorthin, oft parallel zu unseren eigenen Terminen. Osteopathie setzt daneben an, bei Bewegungseinschränkungen, die den Aufbau behindern und bei eingeschliffenen Ausgleichsmustern. Bringen Sie Befunde und Therapieberichte gern mit, das erspart Doppeluntersuchungen und macht die Abstimmung einfacher. Bestehen die Rücken- oder Beckenbeschwerden im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder der Rückbildung, finden Sie das Passende auf der Seite zu Osteopathie in der Schwangerschaft.
Kosten und Kostenübernahme der Osteopathie bei Rückenschmerzen
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Der Betrag hängt vom Umfang der Behandlung ab, den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin.
Gesetzlich Versicherte
Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Kalenderjahr. Weil sich die Bedingungen zwischen den Kassen erheblich unterscheiden, lohnt sich vorab ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse.
Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung
Die Kosten werden in der Regel erstattet, der Umfang hängt vom Tarif ab. Eine ärztliche Überweisung brauchen Sie für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind.
Häufige Fragen zu Osteopathie bei Rückenschmerzen
Hilft Osteopathie bei Rückenschmerzen?
Rückenschmerzen sind der häufigste Grund, warum Menschen zu uns kommen. Wir untersuchen Lendenwirbelsäule, Becken, Hüftgelenke, Zwerchfell und Kopf gemeinsam, weil der Schmerz selten dort entsteht, wo er ankommt. Eine Garantie geben wir Ihnen nicht, eine gründliche Untersuchung schon.
Was sind unspezifische Rückenschmerzen?
Rückenschmerzen ohne klar nachweisbare strukturelle Ursache. Rund 85 Prozent aller Fälle fallen in diese Gruppe. Das heißt nicht, dass die Schmerzen eingebildet wären, sondern dass die Erklärung eher im Zusammenspiel von Beweglichkeit, Belastung, Muskelspannung und Alltag liegt als in einer einzelnen geschädigten Struktur.
Wie viele Behandlungen brauche ich?
Bei akuten Beschwerden zeigt sich meist nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt, mit Abständen von ein bis zwei Wochen. Bei chronischen Beschwerden dauert es länger und die Termine liegen weiter auseinander. Feste Serien legen wir nicht im Voraus fest und verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, empfehlen wir einen anderen Weg.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Eine Behandlung dauert 50 bis 60 Minuten, beim Ersttermin nimmt die Anamnese einen Teil der Zeit ein
Was kostet Osteopathie bei Rückenschmerzen in München?
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Jahr. Das Rezept stellt Ihnen Ihre Haus- oder Fachärztin aus. Private Versicherungen, Beihilfe und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif.
Brauche ich eine Überweisung vom Arzt?
Nein. Da wir Heilpraktikerinnen sind, können Sie direkt einen Termin vereinbaren. Ein Privatrezept brauchen Sie nur, wenn Ihre gesetzliche Krankenkasse einen Zuschuss zahlen soll. Bei Warnzeichen wie Taubheit oder Lähmung gehört die ärztliche Untersuchung allerdings an den Anfang.
Renken Sie ein?
Nein. Ruckartige Impulstechniken an der Wirbelsäule setzen wir nicht ein. Wir arbeiten mit Mobilisation und mit Techniken an Muskulatur und Faszien. Das ist besser steuerbar und für die meisten Menschen angenehmer.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
In der Regel nicht. Beim Untersuchen kann eine gereizte Struktur kurz empfindlich reagieren, das kündigen wir vorher an. In den ein bis zwei Tagen danach fühlt sich der behandelte Bereich häufig an wie nach einer ungewohnten Trainingseinheit.
Was tun bei akutem Hexenschuss?
So viel in Bewegung bleiben, wie der Schmerz zulässt, denn Bettruhe verzögert die Erholung eher, als dass sie hilft. Wärme empfinden die meisten als angenehm. Die gute Nachricht ist, dass sich die allermeisten Episoden innerhalb weniger Tage bis Wochen deutlich bessern. Kommen Taubheit, Lähmung oder Blasenstörungen dazu, gehen Sie sofort in die Klinik.
Hilft Osteopathie bei einem Bandscheibenvorfall?
Bei einem im MRT sichtbaren Vorfall ohne neurologische Ausfälle kann eine osteopathische Behandlung begleitend sinnvoll sein, nach ärztlicher Abklärung. Wichtig zu wissen ist, dass ein Bandscheibenvorfall auf dem Bild nicht automatisch die Ursache Ihrer Schmerzen ist, weil viele beschwerdefreie Menschen solche Befunde ebenfalls haben. Bei Lähmung, zunehmender Taubheit oder Blasenstörungen ist Osteopathie nicht angezeigt.
Hilft Osteopathie bei Ischiasbeschwerden?
Ziehende Schmerzen vom Gesäß ins Bein sind ein häufiger Anlass. Wir untersuchen Becken, Iliosakralgelenke, Lendenwirbelsäule, Hüftgelenke und die umgebende Muskulatur. Bei Taubheitsgefühl, Kraftverlust oder Störungen beim Wasserlassen gehört die ärztliche Untersuchung zwingend vorweg.
Was ist eine ISG-Blockade?
Der Begriff beschreibt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Iliosakralgelenk zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel. Typisch ist ein einseitiges, tief sitzendes Ziehen im Kreuz beim Aufstehen, beim Treppensteigen oder beim Umdrehen im Bett. Das Gelenk ist dabei nicht wirklich blockiert, die Bewegung ist eingeschränkt und die umgebende Muskulatur in Schutzspannung.
Warum tut mein Rücken weh, obwohl das MRT unauffällig ist?
Weil sich funktionelle Beschwerden auf Bildern nicht zeigen. Ein MRT sieht Struktur, nicht Bewegung. Eine eingeschränkte Hüftstreckung, ein festes Zwerchfell oder eine einseitig belastete Beckenhälfte sind auf keinem Bild sichtbar, können aber deutliche Schmerzen verursachen. Ein unauffälliges MRT ist eine gute Nachricht, keine Absage an Ihre Beschwerden.
Wann sollte ich sofort zum Arzt statt zur Osteopathin?
Bei Taubheitsgefühl zwischen den Beinen oder am Gesäß, bei Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang und bei zunehmender Lähmung im Bein. Diese drei Zeichen zusammen können auf ein Cauda-equina-Syndrom hindeuten, das ein Notfall ist. Ebenfalls ärztlich abzuklären sind Fieber, ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschmerz ohne Besserung und Rückenschmerzen nach einem Sturz.
Was ist der Unterschied zwischen Osteopathie und Physiotherapie bei Rückenschmerzen?
Physiotherapie arbeitet meist auf ärztliche Verordnung mit Übungen und aktivem Training und baut gezielt Kraft und Belastbarkeit auf. Osteopathie sucht die Ursache im gesamten Körper und arbeitet ausschließlich mit den Händen. Bei chronischen Kreuzschmerzen ist der Trainingsanteil besonders wichtig. Annemarie von Witzleben hat beide Ausbildungen und verweist Sie in die Physiotherapie, wenn genau das gebraucht wird.
Hilft Osteopathie auch bei Nackenschmerzen?
Ja, Nacken- und Schulterverspannungen mit eingeschränkter Drehung sind ein häufiger Anlass, besonders bei Bildschirmarbeit. Wir behandeln dabei Halswirbelsäule, Brustkorb, Schultergürtel und häufig auch den Kiefer, gerade wenn Kopfschmerzen dazukommen.
Was kann ich selbst gegen Rückenschmerzen tun?
Vor allem regelmäßige Bewegung und zwar deutlich vor jeder manuellen Behandlung, wobei die Regelmäßigkeit mehr zählt als die Sportart. Dazu kommen Positionswechsel am Arbeitsplatz alle dreißig bis vierzig Minuten und zwei oder drei Mobilisationsübungen, die Sie tatsächlich machen. Auch Schlaf und Anspannung wirken sich messbar auf die Schmerzwahrnehmung aus.
Ist Wärme oder Kälte besser?
Bei muskulär bedingten Verspannungen empfinden die meisten Menschen Wärme als angenehmer, bei akuten Reizzuständen eher Kälte. Beides ist unbedenklich, probieren Sie aus, was Ihnen guttut. Wichtiger als die Wahl zwischen beiden ist, dass Sie in Bewegung bleiben.
Kann Stress Rückenschmerzen verursachen?
Er kann sie deutlich verstärken und aufrechterhalten. Unter Anspannung wird die Atmung flacher, das Zwerchfell fester und die Muskulatur bleibt dauerhaft in erhöhter Grundspannung. Da das Zwerchfell über Bindegewebe direkt an der Lendenwirbelsäule verankert ist, ist das kein psychologischer Nebenschauplatz, sondern anatomisch nachvollziehbar.
Warum kommt die Verspannung nach der Massage immer wieder?
Weil eine Massage die Muskelspannung senkt, aber die Ursache der Mehrbelastung nicht verändert. Solange etwa die Hüfte nicht ausreichend streckbar ist und die Lendenwirbelsäule das ausgleicht, geht die Muskulatur wieder in Schutzspannung. Genau dieses Muster ist der typische Anlass, osteopathisch weiterzusuchen.
Behandeln Sie auch Rückenschmerzen in der Schwangerschaft?
Ja, das ist einer der häufigsten Anlässe überhaupt. Lagerung und Technik passen wir ans Trimester an, ab dem zweiten Drittel behandeln wir viel in Seitenlage. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite zur Osteopathie in der Schwangerschaft.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern, wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.
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