Osteopathie Schwangerschaft München
Osteopathische Begleitung in Schwangerschaft und Rückbildung
Das Kreuz zieht beim Aufstehen, das Iliosakralgelenk sticht bei jedem Schritt, das Schambein meldet sich beim Umdrehen im Bett und im letzten Drittel kommen häufig Rippenschmerzen und Sodbrennen dazu, wenn der Platz nach oben knapp wird. So unterschiedlich sich diese Beschwerden anfühlen, sie haben einen gemeinsamen Hintergrund: Das Hormon Relaxin macht Bänder und Gelenkkapseln nachgiebiger, das Gewicht wächst nach vorn und die Lendenwirbelsäule versucht beides auszugleichen. Genau an diesen Bereichen setzen wir an, ausschließlich mit den Händen, ohne Medikamente und ohne ruckartige Techniken.
Am Bauch arbeiten wir dabei sehr zurückhaltend, viszerale Techniken kommen in der Schwangerschaft nur sparsam zum Einsatz und die Lagerung passen wir an die Schwangerschaftswoche an, ab dem zweiten Trimester in Seitenlage mit Kissen, so lange, wie es Ihnen angenehm ist. Nach der Geburt verschieben sich die Themen dann zum Beckenboden, zu einer Kaiserschnittnarbe und zu einem Rücken, der täglich hebt und trägt. Die Osteopathie versteht sich in all dem als Ergänzung zur gynäkologischen und hebammengeleiteten Betreuung und tritt nicht an deren Stelle.
Ihre Expertin für Osteopathie in der Schwangerschaft in München
Annemarie von Witzleben
Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin
- Zwei Fortbildungen in gynäkologischer Osteopathie.
Happy Gyn 1 im Mai 2022 und Happy Gyn 2 im Oktober 2023, beide bei Martina Seidler, mit Schwerpunkt auf Becken, Beckenboden und dem gynäkologischen Bereich, also genau den Strukturen, die in Schwangerschaft und Rückbildung unter Belastung stehen.
- Physiotherapeutin und Osteopathin in einer Person.
Die Ausbildung zur Physiotherapeutin von 2005 bis 2008 in Berlin, darauf aufbauend die fünfjährige, berufsbegleitende Osteopathie-Ausbildung von 2008 bis 2013 an der International Academy of Osteopathy in München. Diese Kombination hilft bei der Frage, was in welcher Schwangerschaftswoche noch guttut und was besser nicht.
- Fortbildung zu Rippen, Zwerchfell und Atmung.
Von 2023 bis 2024 die dreiteilige Reihe Atemausbreitung bei Margarete Keller DO, ergänzt um die aktuelle Fortbildung Welcoming the Newborn, die genau die Übergangsphase rund um die Geburt in den Blick nimmt.
- Zusatzausbildungen in Kinderosteopathie.
Von 2018 bis 2019 bei Tom Esser in Berlin und von 2019 bis 2021 bei Noori Mitha in Hamburg. Wenn Ihr Baby nach der Geburt Unterstützung braucht, müssen Sie sich niemanden Neues suchen.
- Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016.
Als Heilpraktikerin behandle ich ohne ärztliche Überweisung. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.
Das sagen Patientinnen
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Mehr InformationenWo in der Schwangerschaft die größte Belastung entsteht
Weil sich Ihr Körper innerhalb weniger Monate auf eine völlig neue Statik einstellen muss und einzelne Strukturen dabei nicht immer hinterherkommen, richtet sich unser Blick vor allem auf die Bereiche, die diese Umstellung tragen:
- das Becken mit den Iliosakralgelenken und dem Kreuzbein, die den größten Teil der veränderten Lastverteilung übernehmen
- die Lendenwirbelsäule, die den nach vorn wandernden Schwerpunkt ausgleicht und sich dabei stärker krümmt
- das Zwerchfell und die unteren Rippen, wo im letzten Drittel der Platz knapp wird und die Atmung flacher werden kann
- die bindegewebigen Aufhängungen im Bauchraum, die sich mit dem wachsenden Kind verändern
- alte Narben, etwa nach einem früheren Kaiserschnitt oder einer Bauchoperation
Osteopathie in den drei Trimestern
Weil jede Phase der Schwangerschaft ihre eigenen Themen mitbringt, richten sich Behandlung und Lagerung immer nach der Schwangerschaftswoche, in der Sie gerade sind.
Erstes Trimester, bis zur 12. Woche
Sichtbar ist in dieser Zeit noch wenig, spürbar dagegen einiges, etwa Übelkeit, Müdigkeit und ein ziehendes Gefühl im Unterbauch, das von der Dehnung der Mutterbänder herrührt. Behandeln lässt sich auch jetzt schon, wir arbeiten dabei bewusst zurückhaltend und lassen den Bauchraum weitgehend in Ruhe. Dass viele Frauen das erste Drittel lieber abwarten, ist eine persönliche Entscheidung und keine medizinische Vorgabe.
Zweites Trimester, 13. bis 27. Woche
Dies ist für die meisten Frauen die beschwerdeärmste Phase und zugleich die, in der sie zum ersten Mal zu uns kommen. Der Schwerpunkt wandert weiter nach vorn, die Lendenwirbelsäule krümmt sich stärker und das Becken übernimmt zunehmend Last, sodass Kreuzschmerzen und ein einseitig ziehendes Iliosakralgelenk typisch werden. Etwa ab der Mitte der Schwangerschaft behandeln wir in Seitenlage mit Kissen, die Bauchlage kommt dann nicht mehr infrage.
Drittes Trimester, ab der 28. Woche
Jetzt wird der Platz spürbar knapp und zu den Beckenbeschwerden gesellen sich häufig Rippenschmerzen, Sodbrennen und das Gefühl, nicht mehr richtig durchatmen zu können, weil das Zwerchfell nach oben gedrängt wird. Symphysenschmerzen am Schambein treten in dieser Phase am häufigsten auf. Wir behandeln nun ausschließlich in Seitenlage oder sitzend. Ab dem zweiten Drittel sollten Sie ohnehin nicht mehr längere Zeit flach auf dem Rücken liegen, weil die Gebärmutter dann auf die untere Hohlvene drücken kann, worauf wir bei jeder Behandlung achten. Sagen Sie uns trotzdem sofort Bescheid, sobald Ihnen schwindelig oder übel wird.
Typische Beschwerden in der Schwangerschaft
Die folgende Übersicht beschreibt Anlässe aus meinem Praxisalltag und ist keine Zusage, dass Osteopathie diese Beschwerden beseitigt.
Rücken- und Kreuzschmerzen
Der mit Abstand häufigste Anlass, mit dem Schwangere zu uns kommen. Weil die Belastung selten an einer einzigen Stelle entsteht, untersuchen wir Lendenwirbelsäule, Becken, Hüftgelenke und Zwerchfell immer gemeinsam.
ISG-Beschwerden und Beckenschmerzen
Ein einseitiges Ziehen tief im Kreuz, das oft beim Aufstehen, beim Treppensteigen oder beim Umdrehen im Bett auftritt. Die hormonelle Lockerung der Bänder macht das Iliosakralgelenk beweglicher, sodass die Muskulatur es stärker sichern muss und genau dort entsteht dann die Überlastung.
Symphysenschmerzen
Schmerz vorn am Schambein, der sich typischerweise beim Gehen, beim Spreizen der Beine und beim Umdrehen bemerkbar macht und fachlich als Symphysenlockerung bezeichnet wird. Wir arbeiten hier sehr behutsam am Becken und zeigen Ihnen vor allem, wie Sie Alltagsbewegungen so verändern, dass die Symphyse weniger belastet wird. Ein Beckengurt kann zusätzlich sinnvoll sein, das besprechen wir gern mit Ihrer Hebamme.
Ischiasbeschwerden
Ziehende Schmerzen, die vom Gesäß ins Bein ausstrahlen. Wir untersuchen dabei Becken, Iliosakralgelenk, Lendenwirbelsäule und die umgebende Muskulatur gemeinsam. Sobald Taubheitsgefühle, ein Kraftverlust im Bein oder Probleme beim Wasserlassen hinzukommen, gehören Sie allerdings sofort ärztlich untersucht.
Rippenschmerz, Kurzatmigkeit und Sodbrennen
Im letzten Drittel drängt die Gebärmutter das Zwerchfell nach oben, sodass die unteren Rippen auseinandergedrückt werden, die Atmung flacher wird und der Mageneingang unter Druck gerät. Die Arbeit an Rippen und Zwerchfell ist hier das Naheliegende und genau für diesen Bereich hat Annemarie von Witzleben von 2023 bis 2024 die Fortbildungsreihe Atemausbreitung besucht.
Nackenbeschwerden und Kopfschmerzen
Häufig eine Folge der veränderten Haltung und des schlechteren Schlafs. In der Schwangerschaft behandeln wir hier besonders sanft, meist mit craniosacralen Techniken.
Verstopfung und Verdauungsbeschwerden
Durch die hormonelle Umstellung wird die Darmtätigkeit träger, wozu im Verlauf der zunehmende Platzmangel kommt. Statt direkt am Bauch zu arbeiten, gehen wir hier über das Zwerchfell und die zugehörigen Rückensegmente.
Vorbereitung auf die Geburt: was realistisch ist
Auf vielen Praxisseiten ist zu lesen, Osteopathie mache das Becken beweglicher, erleichtere die Geburt und verkürze ihre Dauer. Diese Sätze schreiben wir bewusst nicht, denn niemand kann Ihnen im Voraus sagen, wie Ihre Geburt verlaufen wird und wer es dennoch tut, verkauft Ihnen etwas. Was sich beeinflussen lässt, ist konkreter und für die letzten Wochen mindestens genauso wertvoll: weniger Schmerzen im Kreuz und im Becken, ein besserer Schlaf und mehr Beweglichkeit beim Umdrehen und beim Aufstehen. Wer ausgeruht und ohne Dauerschmerz in die Geburt geht, hat eine bessere Ausgangslage und mehr versprechen wir Ihnen nicht.
Für die eigentliche Geburtsvorbereitung sind Ihre Hebamme und der Geburtsvorbereitungskurs zuständig, wo es um Atmung, Positionen, Wehenverarbeitung und darum geht, was Sie erwartet. Wenn Sie osteopathisch begleitet werden möchten, ist ein Beginn im zweiten Trimester sinnvoller als ein einzelner Termin kurz vor dem errechneten Termin, weil sich Beschwerden, die sich über Monate aufgebaut haben, in einer einzigen Sitzung oft nicht auflösen lassen.
Nach der Geburt: Rückbildung, Beckenboden und Narbe
Nach der Geburt muss sich das Becken zurückstellen, die Bauchdecke ist gedehnt und der Beckenboden stand unter erheblicher Belastung, wozu Tragen, Stillen und Schlafmangel kommen. Osteopathisch geht es in dieser Zeit darum, die Beweglichkeit dort wiederzufinden, wo der Körper sie für die Rückbildung braucht.
Wann Sie kommen können
Nach einer unkomplizierten Spontangeburt gibt es keine starre Wartezeit, die meisten Frauen kommen einige Wochen nach der Geburt, oft parallel zum Rückbildungskurs. Nach einem Kaiserschnitt arbeiten wir an der Narbe erst dann, wenn sie vollständig verschlossen und reizfrei ist und den genauen Zeitpunkt stimmen Sie am besten mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Frauenärztin ab.
Häufige Anlässe nach der Geburt
- Kreuz- und Beckenschmerzen, die nach der Geburt bestehen bleiben
- Beschwerden im Beckenboden und ein Gefühl von Instabilität in der Körpermitte
- Nacken- und Schulterbeschwerden vom Tragen und Stillen
- Steißbeinschmerzen nach der Geburt
- Beschwerden rund um die Kaiserschnittnarbe, die sich teils erst Monate später zeigen
Die Kaiserschnittnarbe
Eine Kaiserschnittnarbe verläuft durch mehrere Gewebeschichten, die während der Heilung miteinander verkleben können, fachlich spricht man von Adhäsionen. Die Verschieblichkeit des Gewebes verändert sich dadurch, teils noch Jahre später und manchmal an ganz anderer Stelle, weshalb wir die Narbe und ihre Umgebung behandeln, sobald sie vollständig verheilt ist. Der gezielte Aufbau von Beckenboden und Rumpfmuskulatur ist dagegen Trainingsarbeit und gehört in den Rückbildungskurs oder in die Physiotherapie, das eine ersetzt das andere nicht. Wenn Ihr Baby selbst Unterstützung braucht, etwa bei einer Vorzugshaltung oder bei Trinkproblemen, finden Sie alles Weitere auf der Seite zur Kinderosteopathie.
So läuft eine osteopathische Behandlung für Schwangere in München ab
Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für Ihre Vorgeschichte. Wir fragen nach der Schwangerschaftswoche, dem bisherigen Verlauf, früheren Schwangerschaften und Geburten sowie nach Vorerkrankungen und Operationen, dazu nach den aktuellen Beschwerden und danach, wann sie auftreten, was sie bessert und wie Sie schlafen. Bringen Sie hierfür Ihren Mutterpass mit, weil dort vieles steht, das für uns wichtig ist. Danach sehen wir uns an, wie Sie stehen und sich bewegen und prüfen die Beweglichkeit von Becken, Iliosakralgelenken, Lendenwirbelsäule, Brustkorb und Zwerchfell, immer im Seitenvergleich und in einer Position, die für Sie bequem ist. Bei der Behandlung selbst liegen Sie ab dem zweiten Drittel in Seitenlage mit Kissen zwischen den Knien und unter dem Bauch, während wir mit sanfter Mobilisation, mit Techniken am Bindegewebe und mit craniosacralen Griffen arbeiten. Zum Abschluss besprechen wir, was wir gefunden haben und geben Ihnen zwei oder drei Handgriffe für den Alltag mit, etwa wie Sie aus dem Bett aufstehen, ohne die Symphyse zu belasten.
Eine Behandlung dauert 50 bis 60 Minuten, beim Ersttermin bestimmt ein Teil der Zeit die ausführliche Anamnese. Alle Behandlungen erfolgen manuell und ohne Medikamente.
Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten
Damit der erste Termin entspannt verläuft, hilft eine kurze Vorbereitung. Bringen Sie nach Möglichkeit mit:
- Ihren Mutterpass
- Befunde oder Arztbriefe, falls es Besonderheiten in der Schwangerschaft gibt
- eine kurze Notiz dazu, wann die Beschwerden auftreten und was sie bessert
- bequeme Kleidung, in der Sie entspannt liegen können
- einen Beckengurt oder eine Bandage, falls Sie so etwas bereits nutzen
- etwas zu trinken und bei Bedarf eine Kleinigkeit zu essen
Wenn Ihnen morgens regelmäßig übel ist, legen Sie den Termin lieber auf den späteren Tag und planen Sie danach keinen langen Fußweg ein, weil viele Frauen nach der Behandlung angenehm müde sind.
Nach der Behandlung: was normal ist
Die häufigste Reaktion ist Müdigkeit und viele Frauen schlafen in der Nacht danach besser als seit Wochen. In den ein bis zwei Tagen danach kann sich der behandelte Bereich anfühlen wie nach einer ungewohnten Belastung, also leicht muskelkaterartig und auch ein kurzzeitig veränderter Stuhlgang kommt vor. Trinken Sie ausreichend, bewegen Sie sich normal weiter und planen Sie den Tag ruhig. Sollten nach der Behandlung vaginale Blutungen, ein Abgang von Fruchtwasser, regelmäßige vorzeitige Wehen oder deutlich verminderte Kindsbewegungen auftreten, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihre Frauenärztin oder an die Klinik, denn das gehört in jedem Fall abgeklärt, auch wenn es mit der Behandlung höchstwahrscheinlich nichts zu tun hat.
Wie viele Termine sinnvoll sind, hängt von den Beschwerden und der Schwangerschaftswoche ab. Bei akuten Beckenbeschwerden zeigt sich häufig schon nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt, während manche Frauen über die Schwangerschaft verteilt in größeren Abständen kommen. Feste Behandlungsserien legen wir dabei nicht im Voraus fest.
Nach welchen Prinzipien wir Schwangere behandeln
Einige Grundsätze gelten bei der Behandlung von Schwangeren in meiner Praxis ausnahmslos, weil das Gewebe in dieser Zeit hormonell gelockert ist und besondere Rücksicht braucht.
- Keine ruckartigen Techniken. Kräftige Impulse haben bei gelockertem Gewebe nichts zu suchen, wir arbeiten ausschließlich mit sanfter Mobilisation und feinen Griffen.
- Die Lagerung richtet sich nach der Woche. Ab dem zweiten Drittel behandeln wir in Seitenlage mit Kissen oder sitzend und keine längere Zeit flach auf dem Rücken.
- Am Bauch bleiben wir zurückhaltend. Viszerale Techniken setzen wir in der Schwangerschaft nur sparsam ein und gehen stattdessen über Zwerchfell und Rücken.
- Sie sagen jederzeit Stopp. Sobald eine Position unangenehm wird oder Ihnen schwindelig wird, ändern wir sie sofort, denn das ist keine Störung, sondern eine wichtige Rückmeldung.
- Hebamme und Frauenärztin haben Vorrang. Bei allem, was die Schwangerschaft selbst betrifft, verweisen wir Sie ohne Zögern dorthin.
Wann eine osteopathische Behandlung nicht infrage kommt
Gerade in der Schwangerschaft ist diese Einordnung besonders wichtig, denn in den folgenden Situationen behandeln wir nicht, sondern schicken Sie zu Ihrer Frauenärztin oder in die Klinik:
- vaginale Blutungen oder ein Abgang von Fruchtwasser
- vorzeitige Wehentätigkeit oder eine verkürzte Gebärmutterhalslänge
- deutlich verminderte oder ausbleibende Kindsbewegungen
- starke, plötzlich einsetzende Bauch- oder Unterleibsschmerzen
- Verdacht auf Präeklampsie, also stark erhöhter Blutdruck, plötzliche Wassereinlagerungen oder Kopfschmerzen mit Sehstörungen
- Fieber und akute Infektionen
- eine Plazenta praevia oder andere bekannte Risikokonstellationen, solange sie nicht mit Ihrer Frauenärztin abgesprochen sind
- Verdacht auf eine Thrombose, etwa bei einem einseitig geschwollenen, schmerzenden Bein
Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Sagen Sie uns im Erstgespräch, ob Ihre Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft ist, dann klären wir das Vorgehen vorab und bei Bedarf in Absprache mit Ihrer Frauenärztin.
Zusammenarbeit mit Hebamme und Frauenärztin
In der Schwangerschaft ist die Zuständigkeit klar verteilt und wir halten uns daran. Die gynäkologische Praxis führt die Vorsorge durch, stellt Diagnosen und entscheidet über alles, was die Schwangerschaft selbst betrifft, während die Hebamme Sie durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleitet und bei den meisten Alltagsfragen die erste Adresse ist. Osteopathie kommt daneben ins Spiel, wenn körperliche Beschwerden bestehen, die sich mit Beweglichkeit und Gewebespannung erklären lassen. Sagen Sie uns gern, wer Sie betreut, dann stimmen wir uns ab, denn gerade bei Symphysenbeschwerden ergänzen sich die Beratung der Hebamme, ein passender Beckengurt und die osteopathische Behandlung gut. Läuft parallel eine Physiotherapie oder ein Rückbildungskurs, ist das kein Widerspruch, weil der gezielte Aufbau von Beckenboden und Rumpf eine Trainingsarbeit ist, die sich durch manuelle Behandlung nicht ersetzen lässt.
Kosten und Kostenübernahme der Osteopathie in der Schwangerschaft
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Der Betrag hängt vom Umfang der Behandlung ab, den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin.
Gesetzlich Versicherte
Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Kalenderjahr. Das Privatrezept kann Ihnen Ihre Frauenärztin oder Ihre Hausärztin ausstellen. Weil sich die Bedingungen zwischen den Kassen erheblich unterscheiden, lohnt sich vorab ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse.
Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung
Die Kosten werden in der Regel erstattet, der Umfang hängt vom Tarif ab. Eine ärztliche Überweisung brauchen Sie für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind.
Häufige Fragen zur Osteopathie in der Schwangerschaft
Was ist Osteopathie in der Schwangerschaft?
Osteopathie in der Schwangerschaft ist eine manuelle Behandlungsform, bei der wir ausschließlich mit den Händen arbeiten, ohne Medikamente und ohne Geräte. Im Mittelpunkt steht die veränderte Statik: Der Körper muss sich innerhalb weniger Monate auf ein wachsendes Gewicht und ein hormonell gelockertes Gewebe einstellen und einzelne Strukturen kommen dabei nicht immer hinterher. Wir behandeln besonders sanft und angepasst an die jeweilige Schwangerschaftswoche, immer ergänzend zur Betreuung durch Frauenärztin und Hebamme.
Ab wann kann ich in der Schwangerschaft osteopathisch behandelt werden?
Grundsätzlich in jeder Schwangerschaftswoche, eine feste Wartezeit gibt es nicht. Im ersten Drittel arbeiten wir bewusst zurückhaltend und lassen den Bauchraum weitgehend in Ruhe. Dass viele Frauen das erste Trimester abwarten, ist eine persönliche Entscheidung und keine medizinische Vorgabe. Wenn Beschwerden Sie belasten, behandeln wir auch früher.
Ist Osteopathie in der Schwangerschaft sicher?
Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft und mit angepasster Technik gilt sie als sicher. Wir arbeiten ohne ruckartige Manipulationen, lagern Sie ab dem zweiten Drittel in Seitenlage und setzen viszerale Techniken am Bauch nur sehr sparsam ein. Bei Blutungen, vorzeitigen Wehen, Fruchtwasserabgang oder Verdacht auf Präeklampsie behandeln wir nicht, dann gehören Sie sofort zur Frauenärztin oder in die Klinik.
Bei welchen Beschwerden hilft Osteopathie in der Schwangerschaft?
Am häufigsten geht es um Rücken- und Kreuzschmerzen, ISG-Beschwerden, Symphysenschmerzen am Schambein und Ischiasbeschwerden, dazu im letzten Drittel um Rippenschmerz, Kurzatmigkeit und Sodbrennen sowie um Nackenbeschwerden und Kopfschmerzen. Für Rücken- und Beckenschmerzen in der Schwangerschaft kommen die meisten Frauen zu uns. Ob die Behandlung im Einzelfall etwas verändert, lässt sich vorher nicht versprechen.
Wie liege ich während der Behandlung?
Im ersten Drittel meist auf dem Rücken oder seitlich, ab dem zweiten Drittel in Seitenlage mit Kissen zwischen den Knien und unter dem Bauch, teils auch halb sitzend. Längeres flaches Liegen auf dem Rücken vermeiden wir ab der Mitte der Schwangerschaft, weil die Gebärmutter dann auf die untere Hohlvene drücken kann. Bauchlage kommt nicht vor.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Ein Ersttermin dauert 50 bis 60 Minuten inklusive Anamnese, Folgetermine dauern 25 bis 30 Minuten. Im letzten Trimester werden die Termine tendenziell kürzer, weil längeres Liegen unbequem wird.
Wie viele Behandlungen brauche ich?
Das hängt von den Beschwerden und der Schwangerschaftswoche ab. Bei akuten Beckenbeschwerden zeigt sich häufig nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt. Manche Frauen kommen über die Schwangerschaft verteilt in größeren Abständen. Feste Behandlungsserien legen wir nicht im Voraus fest.
Was kostet Osteopathie für Schwangere in München?
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Jahr. Das Rezept kann Ihnen Ihre Frauenärztin oder Hausärztin ausstellen. Private Versicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif.
Brauche ich eine Überweisung oder die Erlaubnis meiner Frauenärztin?
Eine Überweisung brauchen Sie nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind. Sinnvoll ist es trotzdem, Ihre Frauenärztin zu informieren, besonders wenn Ihre Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft ist.
Hilft Osteopathie bei Symphysenschmerzen?
Symphysenbeschwerden sind ein häufiger Anlass, besonders im letzten Drittel. Wir arbeiten sehr behutsam am Becken und zeigen Ihnen vor allem, wie Sie Alltagsbewegungen verändern können, damit die Symphyse weniger belastet wird, etwa beim Aufstehen aus dem Bett. Ein Beckengurt kann zusätzlich helfen, das besprechen wir gern mit Ihrer Hebamme.
Hilft Osteopathie bei ISG-Beschwerden?
ISG-Beschwerden gehören zu den häufigsten Anlässen. Durch die hormonell bedingte Lockerung der Beckenbänder wird das Iliosakralgelenk beweglicher und muss stärker muskulär gesichert werden, woraus die typische einseitige Überlastung entsteht. Wir untersuchen Becken, Kreuzbein, Lendenwirbelsäule und Hüftgelenke gemeinsam.
Kann Osteopathie die Geburt erleichtern oder verkürzen?
Das können wir Ihnen nicht versprechen und deshalb schreiben wir es auch nicht. Was sich beobachten lässt: Frauen, die in den letzten Wochen weniger Rücken- und Beckenschmerzen haben und wieder durchschlafen, gehen oft ruhiger und beweglicher in die Geburt. Das ist etwas anderes als ein Versprechen über den Verlauf, aber es ist der Teil, den wir beeinflussen können.
Wann kann ich nach der Geburt wiederkommen?
Nach einer unkomplizierten Spontangeburt gibt es keine starre Wartezeit, die meisten Frauen kommen einige Wochen nach der Geburt, oft parallel zum Rückbildungskurs. Nach einem Kaiserschnitt richten wir uns nach der Wundheilung und arbeiten an der Narbe erst, wenn sie vollständig verschlossen und reizfrei ist. Sprechen Sie den Zeitpunkt mit Ihrer Hebamme ab.
Behandeln Sie auch die Kaiserschnittnarbe?
Ja, sobald die Narbe vollständig verheilt ist. Eine Kaiserschnittnarbe verläuft durch mehrere Gewebeschichten, die während der Heilung miteinander verkleben können. Die Verschieblichkeit des Gewebes verändert sich dadurch und das kann sich noch Jahre später bemerkbar machen, manchmal an ganz anderer Stelle.
Ersetzt Osteopathie die Rückbildungsgymnastik?
Nein. Der gezielte Aufbau von Beckenboden und Rumpfmuskulatur ist Trainingsarbeit und gehört in den Rückbildungskurs oder in die Physiotherapie. Osteopathie setzt daneben an, bei Bewegungseinschränkungen und bei Beschwerden, die nach der Rückbildung bestehen bleiben. Beides parallel ist oft sinnvoll.
Kann ich mein Baby zur Behandlung mitbringen?
Ja, das ist überhaupt kein Problem und kommt häufig vor. Wenn Ihr Kind selbst behandelt werden soll, vereinbaren Sie dafür bitte einen eigenen Termin, damit genug Zeit bleibt.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Nein. Wir arbeiten in der Schwangerschaft besonders sanft und ohne ruckartige Techniken. Beim Untersuchen kann eine gereizte Struktur kurz empfindlich reagieren, das kündigen wir vorher an. Sobald eine Position unangenehm wird, sagen Sie es bitte sofort, dann ändern wir sie.
Ich habe eine Risikoschwangerschaft. Können Sie mich behandeln?
Das hängt vom Grund der Einstufung ab. Sagen Sie uns das im Erstgespräch, dann klären wir das Vorgehen und stimmen uns bei Bedarf mit Ihrer Frauenärztin ab.
Kann ich nach der Behandlung Auto fahren oder arbeiten?
Ja, in aller Regel ohne Einschränkung. Manche Frauen sind danach angenehm müde, deshalb ist es schöner, wenn Sie nicht direkt in einen vollen Terminkalender müssen. Planen Sie den Tag ruhiger, wenn es sich einrichten lässt.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern, wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.
So finden Sie uns
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
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