Osteopathie für Babys, Kinder und Jugendliche

Kinderosteopathie in München

Sie suchen eine erfahrene Praxis für Kinderosteopathie in München? In meiner Praxis am Sendlinger Tor behandeln wir Babys, Kinder und Jugendliche mit sanften, an das jeweilige Alter angepassten Techniken. Ob ein Säugling nach einer anstrengenden Geburt unruhig ist, schlecht trinkt oder eine Seite bevorzugt, ob ein Schulkind über Kopfschmerzen klagt: Wir sehen uns Ihr Kind als Ganzes an, ergänzend zur kinderärztlichen Versorgung und ohne sie zu ersetzen.
Osteopathin lächelt ein Baby auf der Behandlungsliege an, Kinderosteopathie in München

Sanfte osteopathische Behandlung für Kinder jeden Alters

Wenn Eltern mit ihrem Kind zu uns kommen, geht es fast immer um eine konkrete Beobachtung: Das Baby ist unruhig, dreht den Kopf lieber zur einen Seite, tut sich beim Trinken schwer, oder das Schulkind klagt über wiederkehrende Kopfschmerzen. In der Kinderosteopathie gehen wir solchen Beobachtungen nach, betrachten das Kind als Ganzes und suchen nach Bewegungseinschränkungen und Spannungen im Gewebe, die mit den Beschwerden zusammenhängen könnten. Weil sich der kindliche Körper deutlich vom erwachsenen unterscheidet, kommen ruckartige oder kraftvolle Techniken bei Säuglingen und kleinen Kindern nicht infrage. Wir arbeiten mit feinen Griffen, deren Druck häufig unter dem liegt, was Sie beim bloßen Auflegen einer Hand spüren würden.

Ein Großteil dieser Techniken stammt aus der craniosacralen Osteopathie, also der besonders sanften Arbeit an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein, die bei den Kleinsten im Mittelpunkt steht. Bei größeren Kindern kommen je nach Anliegen Techniken für Gelenke, Muskeln, Faszien und den Bauchraum hinzu. Kinder sind eben keine kleinen Erwachsenen: Ihr Gewebe ist weicher, die Schädelknochen sind noch nicht verwachsen und der Körper verändert sich in den ersten Jahren schneller als je wieder danach. Für die Behandlung von Kindern habe ich zwei mehrjährige Zusatzausbildungen abgeschlossen.

Ihre Expertin für Kinderosteopathie in München

Annemarie von Witzleben

Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin

  • Zwei mehrjährige Zusatzausbildungen in Kinderosteopathie

    Von 2018 bis 2019 bei Tom Esser in Berlin, von 2019 bis 2021 bei Noori Mitha in Hamburg. Genau dieser Nachweis ist es, nach dem Eltern fragen sollten.

  • Fünfjährige Ausbildung zur Osteopathin

    Berufsbegleitend von 2008 bis 2013 an der International Academy of Osteopathy in München, aufbauend auf der Ausbildung zur Physiotherapeutin in Berlin.

  • Craniosacrale Techniken am Sutherland Cranial College of Osteopathy

    Die feine Arbeit an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein ist bei Säuglingen die wichtigste Technik überhaupt.

  • Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016

    Als Heilpraktikerin behandle ich auch ohne ärztliche Überweisung. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.

Das sagen Eltern über die Behandlung

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Mehr Informationen

Kinderosteopathie in München: Unsere Leistungen

In meiner Praxis am Sendlinger Tor behandeln wir Kinder in jedem Alter, vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen. Grob lassen sich unsere Leistungen in zwei Bereiche teilen, weil sich die Anliegen von Säuglingen deutlich von denen älterer Kinder unterscheiden.

  • Baby- und Säuglingsosteopathie ab den ersten Lebenstagen, etwa bei Unruhe, Schrei- und Schlafproblemen, Verdauungsbeschwerden, Trinkschwierigkeiten oder einer bevorzugten Kopfhaltung, häufig nach einem anstrengenden Geburtsverlauf. Zum Inhalt springen
  • Osteopathie für Kinder und Jugendliche bei auffälligen Bewegungsmustern im Kleinkindalter sowie bei Haltungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Wachstumsbeschwerden und nach Sportverletzungen im Schul- und Jugendalter. Zum Inhalt springen

Alle Behandlungen erfolgen ausschließlich mit den Händen. Ein Ersttermin dauert 50 bis 60 Minuten, weil wir uns kennenlernen, die Anamnese erheben und behandeln. Die reine Zeit am Kind liegt bei 25 bis 30 Minuten, ein Folgetermin dauert ebenfalls 25 bis 30 Minuten. Die Osteopathie arbeitet dabei immer ergänzend zur kinderärztlichen Versorgung und ersetzt sie nicht.

Sanfte Baby-Osteopathie: Osteopathin legt die Hand an einen Säugling in Bauchlage

Kinderosteopathie für Babys und Säuglinge

Die ersten Wochen nach der Geburt sind eine aufregende Zeit, für das Baby ebenso wie für die Mutter und die ganze Familie. Ihr Kind muss plötzlich selbstständig atmen, trinken und verdauen und sich zugleich an eine völlig neue Umgebung gewöhnen. Die meisten Babys meistern diese große Anpassungsleistung ganz von selbst, manche brauchen dafür etwas mehr Zeit oder zeigen Auffälligkeiten, die verunsichern. Oft sind es die Mütter, die als Erste spüren, dass etwas nicht rund läuft und genau dann kommen Familien zu uns.

Vielleicht beobachten Sie selbst oder Ihre Hebamme, dass Ihr Baby eine auffällig hohe Körperspannung hat, den Kopf bevorzugt zu einer Seite dreht, sich häufig stark überstreckt, sehr unruhig ist, viel schreit oder spuckt oder unter Verdauungsbeschwerden zu leiden scheint. Auch Schwierigkeiten beim Stillen können auffallen, etwa wenn das Trinken an einer Brust deutlich besser gelingt als an der anderen. In der Untersuchung nehmen wir uns Zeit, das Baby als Ganzes zu betrachten und prüfen unter anderem die Beweglichkeit von Kopf, Wirbelsäule, Brustkorb und Becken.

Warum der Geburtsverlauf bei Babys so oft eine Rolle spielt

Der Weg auf die Welt ist eine körperliche Höchstleistung, auf engem Raum, unter erheblichem Druck und manchmal mit Hilfsmitteln. Der Schädel eines Neugeborenen ist genau dafür gebaut: Die Knochen sind noch nicht verwachsen und können sich während der Geburt gegeneinander verschieben. In den ersten Tagen danach richtet sich das in aller Regel von selbst wieder ein.

Manchmal bleibt jedoch etwas zurück. Besonders häufig berichten Eltern davon nach einer sehr schnellen oder sehr langen Geburt, nach dem Einsatz einer Saugglocke sowie nach einem Kaiserschnitt, bei dem die sonst übliche Anpassung im Geburtskanal ausbleibt. Auch bei Frühgeborenen und bei Mehrlingen, die im Bauch wenig Platz hatten, ist die Ausgangslage eine andere. Was sich dann zeigt, ist meist unspezifisch: Unruhe, eine bevorzugte Kopfhaltung, Schwierigkeiten beim Trinken. Die meisten Eltern kommen in den ersten sechs bis acht Lebenswochen, ein guter Zeitpunkt, weil sich in dieser Phase noch vieles leicht ordnet.
Auch für die Mutter ist die Zeit nach der Geburt körperlich fordernd. Informationen zur Behandlung während der Schwangerschaft und in der Rückbildungszeit finden Sie hier.

Anwendungsgebiete bei Babys und Säuglingen

Dies sind die Anliegen, mit denen Eltern im ersten Lebensjahr am häufigsten zu uns kommen:

  • anhaltendes Schreien und Unruhe über Wochen, oft als Schreibaby beschrieben, fachlich als Regulationsstörung bezeichnet
  • Koliken, Blähungen, häufiges Spucken, Reflux und Verstopfung
  • Ein- und Durchschlafprobleme ohne erkennbaren Grund
  • Vorzugshaltung des Kopfes zu einer Seite und Abflachung am Hinterkopf, fachlich Plagiozephalie
  • Schiefhals, medizinisch Torticollis
  • Saug- und Trinkschwäche sowie das Verweigern einer Brustseite, auf Wunsch in Abstimmung mit Hebamme oder Stillberatung
  • Beschwerden nach Saugglocke, Kaiserschnitt oder Frühgeburt

Diese Aufzählung beschreibt Anlässe, mit denen Familien zu uns kommen, und ist keine Zusage, dass Osteopathie diese Beschwerden beseitigt. Bei jedem neuen oder unklaren Symptom gehört Ihr Kind zuerst in die kinderärztliche Untersuchung.

Wie eine Behandlung am Baby abläuft

Eine Behandlung am Baby verläuft unspektakulärer, als viele Eltern erwarten: Ihr Baby liegt meist auf der Liege oder auf Ihrem Arm, immer in Ihrer Nähe, während wir ruhig und ohne Druck tasten. Viele Säuglinge schlafen dabei ein. Wird Ihr Kind unruhig, machen wir eine Pause, Sie stillen oder geben das Fläschchen, danach schauen wir weiter. Weil kleine Kinder diese Pausen brauchen, ist die reine Zeit am Kind deutlich kürzer als der gesamte Termin. Fragen Sie während der Behandlung gern jederzeit nach, was wir gerade untersuchen oder warum wir eine bestimmte Stelle halten. Uns ist lieber, Sie fragen dreimal nach, als dass Sie mit einem unguten Gefühl nach Hause gehen.

osteopathie fuer kinder muenchen kopf

Kinderosteopathie für Kinder und Jugendliche

Was bei einem wenige Wochen alten Säugling zählt, spielt bei einem Schulkind keine Rolle mehr. Deshalb richten sich Untersuchung und Behandlung immer nach der Entwicklungsphase, in der ein Kind gerade steht.

Kleinkinder von einem bis drei Jahren

In dieser Phase geht es häufig um die Bewegungsentwicklung und um die Folgen der kleinen und großen Stürze, die zum Laufenlernen dazugehören. Eltern kommen unter anderem mit diesen Beobachtungen:

  • auffällige Bewegungsmuster, etwa einseitiges Robben oder übersprungenes Krabbeln
  • Unruhe oder verändertes Verhalten nach Stürzen
  • wiederkehrende Infekte der oberen Atemwege und des Mittelohrs, begleitend zur kinderärztlichen Behandlung
  • anhaltende Verdauungsbeschwerden
  • Schlafprobleme, die sich nicht durch Zahnen oder einen Entwicklungsschub erklären lassen

Schulkinder und Jugendliche

Bei älteren Kindern und Jugendlichen stehen Haltung, Wachstum und Sport im Vordergrund. Typische Anlässe sind:

  • Haltungsbeschwerden durch langes Sitzen, schwere Schultaschen und Bildschirmzeit
  • Nacken- und Rückenverspannungen sowie Kopfschmerzen
  • Begleitung während einer kieferorthopädischen Behandlung, etwa mit einer Zahnspange, siehe auch CMD & Kieferbeschwerden
  • Wachstumsbeschwerden und Beschwerden durch sportliche Belastung, mehr unter Sportosteopathie
  • nach größeren Sportunfällen, besonders nach Knochenbrüchen, schweren Prellungen oder starkem Umknicken, sobald die ärztliche Abklärung erfolgt ist
Kinderosteopathie Behandlung Kiefer

Nach welchen Prinzipien wir mit Kindern arbeiten

Kinder lassen sich nicht überreden. Entweder sie machen mit, oder die Behandlung funktioniert nicht. Deshalb halten wir uns an einige Grundsätze, die für alle Altersgruppen gelten.

  • Das Tempo bestimmt das Kind. Wir beginnen nicht, solange ein Kind angespannt ist, und wir hören auf, wenn es genug hat – auch dann, wenn die Behandlung eigentlich noch nicht abgeschlossen ist.
  • So wenig wie möglich. Je jünger das Kind, desto weniger braucht es. Bei einem Säugling sind zwei oder drei gezielte Griffe oft mehr wert als zwanzig.
  • Eltern gehören dazu. Sie kennen Ihr Kind besser als wir. Ihre Beobachtungen aus dem Alltag sind für die Untersuchung genauso wichtig wie das, was wir unter den Händen spüren.
  • Wir erklären, was wir tun. Sie sollen nach dem Termin sagen können, was untersucht wurde und warum. Fachbegriffe übersetzen wir.
  • Kein Termin um des Termins willen. Wenn wir nichts finden oder sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts verändert, sagen wir Ihnen das offen und schlagen etwas anderes vor.

So läuft eine Kinderosteopathie-Behandlung in München ab

Bevor wir Ihr Kind anfassen, hören wir erst einmal zu. Wir fragen nach dem Schwangerschaftsverlauf, der Geburt und bisherigen Untersuchungen sowie nach Schlaf, Trinkverhalten und Verdauung, denn diese Vorgeschichte erklärt oft mehr als jede Untersuchung. Danach beobachten wir in Ruhe, wie Ihr Kind liegt, sich dreht, den Kopf hält und atmet, bei größeren Kindern auch das Gangbild und die Haltung im Stehen. Es folgt das sanfte Tasten, bei dem wir nach Körperregionen mit eingeschränkter Beweglichkeit und hoher Spannung suchen, was sich für Ihr Kind wie ruhiges Halten anfühlt. Zuletzt behandeln wir, für Außenstehende kaum sichtbar und besprechen mit Ihnen, was wir gefunden haben, ob ein weiterer Termin sinnvoll ist und was Sie zu Hause tun können. Finden wir nichts, sagen wir Ihnen auch das.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten

Damit der Besuch entspannt verläuft, hilft eine kurze Vorbereitung. Bringen Sie nach Möglichkeit mit:

  • das gelbe Untersuchungsheft mit den U-Untersuchungen
  • vorhandene Arztbriefe, Befunde oder den Entlassungsbericht aus der Klinik
  • eine kurze Notiz mit Ihren Beobachtungen zu Schlaf, Trinken und Verdauung
  • Wechselwindel und Wechselkleidung für Ihr Baby
  • für größere Kinder etwas Vertrautes, ein Kuscheltier oder ein Buch
  • bequeme Kleidung, die sich leicht öffnen lässt, keine engen Strampler mit vielen Knöpfen

Ein praktischer Hinweis aus Erfahrung: Legen Sie den Termin möglichst nicht in die übliche Schlafenszeit Ihres Kindes und kommen Sie nicht direkt vor einer Mahlzeit. Ein sattes, waches Baby ist die beste Ausgangslage.

Nach der Behandlung: was normal ist

Wie ein Kind auf eine Behandlung reagiert, ist von Kind zu Kind verschieden: Manche sind danach auffallend müde und schlafen ungewöhnlich lange, andere sind für ein paar Stunden unruhiger als sonst. Beides kommt vor und legt sich meist innerhalb von ein bis zwei Tagen. Auch ein veränderter Stuhlgang oder häufigeres Trinken in den ersten 48 Stunden ist nichts Ungewöhnliches. Sorgen Sie an diesem Tag für Ruhe, verzichten Sie auf ein volles Programm und bieten Sie ausreichend zu trinken an. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Reaktion noch normal ist, rufen Sie uns an. Diese Frage stellen uns viele Mütter und sie ist uns lieber als eine durchwachte Nacht voller Grübeln.

Wie viele Termine sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei Säuglingen zeigt sich häufig schon nach zwei bis drei Behandlungen, ob sich etwas bewegt. Bleibt eine Veränderung aus, sagen wir Ihnen das offen und überlegen gemeinsam, ob ein anderer Weg der bessere ist.

Erstgespräch zur Kinderosteopathie: Mutter mit Baby im Gespräch mit Annemarie von Witzleben

Kosten und Kostenübernahme der Kinderosteopathie

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab. Den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin, damit Sie nicht überrascht werden. Fragen Sie einfach bei der Terminvereinbarung danach.

Gesetzlich versicherte Kinder

Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen, bei Kindern häufig großzügiger als bei Erwachsenen. Üblich sind je nach Kasse mehrere Behandlungen pro Kalenderjahr. Dafür brauchen Sie in der Regel ein Privatrezept mit Diagnose, das Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt ausstellt. Wie viel Ihre Kasse übernimmt, klären Sie mit einem kurzen Anruf dort, denn die Bedingungen unterscheiden sich erheblich.

Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung

Die Kosten werden in der Regel erstattet, der genaue Umfang hängt vom Tarif ab. Gleiches gilt für Kinder mit einer Zusatzversicherung, die Heilpraktikerleistungen einschließt. Für die Behandlung selbst brauchen Sie keine ärztliche Überweisung, da wir Heilpraktikerinnen sind. Ein Privatrezept ist ausschließlich für den Kassenzuschuss erforderlich. Termine für Kinder sind erfahrungsgemäß gefragt, planen Sie deshalb etwas Vorlauf ein.

Wann Ihr Kind zuerst ärztlich untersucht werden sollte

Osteopathie ist keine Notfallmedizin und ersetzt keine kinderärztliche Diagnostik. In den folgenden Situationen gehört Ihr Kind zuerst ärztlich untersucht, bevor Sie einen Termin bei uns vereinbaren:

  • Fieber, besonders bei Säuglingen unter drei Monaten
  • plötzliche starke Schmerzen oder ein deutlich verändertes Verhalten
  • Erbrechen im Schwall, blutiger oder schwarzer Stuhl
  • Trinkverweigerung über mehrere Mahlzeiten oder deutlich weniger nasse Windeln
  • Krampfanfälle, auffällige Bewusstseinslage oder Teilnahmslosigkeit
  • eine Kopfform, die sich in den ersten Lebenswochen rasch verändert
  • eine Bewegungsentwicklung, die deutlich hinter der Altersnorm zurückbleibt
  • ein Sturz mit Kopfaufprall, Bewusstlosigkeit oder Erbrechen

Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie im Zweifel lieber die kinderärztliche Praxis an. Auch in unserer eigenen Untersuchung achten wir auf solche Warnzeichen und verweisen Sie weiter, wenn etwas nicht zur Osteopathie gehört.

Zusammenarbeit mit Kinderarzt, Hebamme etc.

Osteopathie ist bei Kindern immer nur ein Baustein und nicht das Ganze und diese Einordnung ist uns gerade hier besonders wichtig, weil es um Entwicklung geht und weil manche Beschwerden eine Ursache haben, die sich mit den Händen nicht finden lässt. In der kinderärztlichen Praxis werden Diagnosen gestellt, die U-Untersuchungen durchgeführt und ausgeschlossen, was auszuschließen ist. Wenn Sie für einen Kassenzuschuss ein Privatrezept brauchen, stellt Ihre Kinderärztin dieses aus.

Bei Säuglingen ist die Hebamme oft die wichtigste Ansprechpartnerin der ersten Wochen. Gerade bei Trink- und Stillproblemen ergänzen sich Stillberatung und osteopathische Behandlung gut, weil die eine an Position und Technik ansetzt und die andere an der Beweglichkeit. Sagen Sie uns gern, wer Sie betreut, dann stimmen wir uns ab. Läuft parallel Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie, ist das für einige Kinder eine sinnvolle Ergänzung. Legen Sie die Termine nach Möglichkeit aber nicht auf denselben Tag, das ist für Kinder zu viel. Berichte bringen Sie einfach mit, das erspart Doppeluntersuchungen.

Häufige Fragen zur Kinderosteopathie

Was ist Kinderosteopathie?

Kinderosteopathie ist eine eigenständige Spezialisierung innerhalb der Osteopathie, mit eigener Ausbildung und einem eigenen Vorgehen. Ruckartige oder kraftvolle Techniken kommen bei Säuglingen und kleinen Kindern nicht infrage. Wir arbeiten mit sehr feinen Griffen und suchen nach Bewegungseinschränkungen und Spannungen im Gewebe. Ein Großteil der Techniken stammt aus der craniosacralen Osteopathie, der besonders sanften Arbeit an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein. Sie versteht sich als Ergänzung zur kinderärztlichen Versorgung und ersetzt diese nicht.

Ab welchem Alter kann mein Baby osteopathisch behandelt werden?

Ab den ersten Lebenstagen, ein Mindestalter gibt es nicht. Viele Eltern kommen in den ersten sechs bis acht Lebenswochen, gerade wenn die Geburt anstrengend war oder wenn das Trinken von Anfang an schwierig ist.

Ist Kinderosteopathie schmerzfrei und sicher?

Ja, die Behandlung ist schmerzfrei. Wir arbeiten mit sehr leichtem Druck, ruckartige Techniken kommen bei Kindern nicht zum Einsatz und Sie sind die ganze Zeit dabei. Vor jeder Behandlung klären wir außerdem, ob osteopathisch behandelt werden darf oder ob Ihr Kind zuerst ärztlich abgeklärt gehört.

Wie viele Behandlungen braucht mein Kind?

Manchmal reicht ein einziger Termin, manchmal sind mehr nötig. Wir sagen Ihnen nach jeder Behandlung, wie wir den Verlauf einschätzen. Verändert sich nach zwei bis drei Terminen nichts, empfehlen wir Ihnen einen anderen Weg statt weiterer Sitzungen.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Der Ersttermin dauert 50 bis 60 Minuten inklusive Anamnese. Die reine Zeit am Kind ist mit 25 bis 30 Minuten deutlich kürzer, Folgetermine dauern ebenfalls 25 bis 30 Minuten.

Was kostet Kinderosteopathie in München?

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Kinderosteopathie?

Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, bei Kindern häufig großzügiger als bei Erwachsenen. In der Regel brauchen Sie dafür ein Privatrezept mit Diagnose vom Kinderarzt. Private Versicherungen und Zusatzversicherungen mit Heilpraktikerleistung erstatten je nach Tarif. Fragen Sie vor dem Termin kurz bei Ihrer Kasse nach, denn die Bedingungen unterscheiden sich stark.

Brauche ich eine Überweisung vom Kinderarzt?

Nein. Da wir Heilpraktikerinnen sind, können Sie direkt einen Termin vereinbaren. Ein Privatrezept brauchen Sie nur dann, wenn Ihre gesetzliche Krankenkasse einen Zuschuss zahlen soll.

Hilft Osteopathie bei einem Schreibaby?

Anhaltendes Schreien ist ein häufiger Grund, warum Eltern zu uns kommen. Ob die Behandlung im Einzelfall etwas verändert, lässt sich vorher nicht sagen, versprechen können wir es Ihnen nicht. Wichtig ist zuerst die kinderärztliche Abklärung, damit behandelbare Ursachen nicht übersehen werden.

Hilft Osteopathie bei Koliken und Blähungen?

Koliken gehören zu den häufigsten Anlässen in der Baby-Osteopathie. Wir behandeln Zwerchfell, Bauch und die zugehörigen Rückensegmente sehr sanft. Eine Garantie können wir Ihnen nicht geben, eine gründliche Untersuchung schon.

Kann Osteopathie bei Trink- und Stillproblemen helfen?

Trinkschwierigkeiten sind ein häufiger Anlass, besonders wenn ein Baby eine Brustseite verweigert oder sich beim Saugen schwertut. Wir untersuchen Kiefer, Zungenbein, Nacken und die Kopfgelenke und stimmen uns auf Wunsch mit Ihrer Hebamme oder Stillberaterin ab, weil sich Beratung und Behandlung hier gut ergänzen. Bei Verdacht auf ein verkürztes Zungenbändchen gehört die ärztliche Abklärung dazu.

Hilft Osteopathie bei einem abgeflachten Hinterkopf?

Bei einer Abflachung, fachlich Plagiozephalie, untersuchen wir vor allem, ob Ihr Kind den Kopf zu beiden Seiten gleich gut drehen kann, denn oft steckt eine Vorzugshaltung dahinter. Die Kopfform selbst verändert die osteopathische Behandlung nicht direkt, sie kann aber an der Beweglichkeit ansetzen, die der Vorzugshaltung zugrunde liegt. Ausgeprägte Verformungen gehören kinderärztlich beurteilt, dort wird auch über eine Helmtherapie entschieden.

Woran erkenne ich eine qualifizierte Kinderosteopathin?

An einer nachweisbaren Zusatzausbildung speziell für Kinder, mit Namen der Ausbilder, Ort und Zeitraum. Die Bezeichnung Osteopath ist in Deutschland nicht geschützt, deshalb ist diese Frage berechtigt. Annemarie von Witzleben hat zwei mehrjährige Kinderausbildungen abgeschlossen, von 2018 bis 2019 bei Tom Esser in Berlin und von 2019 bis 2021 bei Noori Mitha in Hamburg.

Was passiert, wenn mein Kind während der Behandlung weint?

Dann machen wir eine Pause. Sie nehmen Ihr Kind auf den Arm, stillen oder geben das Fläschchen und wir fahren erst fort, wenn es sich beruhigt hat. Wir behandeln kein Kind gegen seinen Widerstand. Weinen kommt vor und ist kein Grund zur Sorge.

Kann Kinderosteopathie mit Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie kombiniert werden?

Ja, das lässt sich gut kombinieren und ergänzt sich häufig. Sagen Sie uns, welche Therapien laufen, dann stimmen wir uns darauf ab. Die verschiedenen Behandlungen sollten möglichst an unterschiedlichen Tagen stattfinden, weil es sonst für das Kind zu viel auf einmal ist.

Behandeln Sie auch Kinder nach Kaiserschnitt oder Frühgeburt?

Ja. Nach einem Kaiserschnitt fehlt die Anpassung im Geburtskanal, die sonst zur Geburt gehört. Bei Frühgeborenen richten wir uns nach dem korrigierten Alter und arbeiten besonders zurückhaltend. In beiden Fällen fragen wir im Erstgespräch ausführlich nach dem Verlauf.

Gibt es Gegenanzeigen für Kinderosteopathie?

Ja. Bei akuten Infekten mit Fieber, frischen Brüchen, akuten Entzündungen, ungeklärten neurologischen Symptomen und in jedem Notfall wird nicht osteopathisch behandelt. Bei bekannten Grunderkrankungen besprechen wir das Vorgehen vorab mit Ihnen und, wenn nötig, mit der behandelnden Ärztin.

Darf ich als Elternteil während der Behandlung dabei bleiben?

Sie bleiben immer dabei. Oft liegt Ihr Baby während der Behandlung sogar auf Ihrem Arm. Fragen Sie jederzeit nach, was wir gerade tun.

Behandeln Sie auch Schulkinder und Jugendliche?

Ja. Bei älteren Kindern und Jugendlichen geht es meist um Haltungsbeschwerden durch Sitzen und Bildschirmzeit, um Kopfschmerzen, um Kieferbeschwerden während einer Zahnspangenbehandlung sowie um Wachstumsbeschwerden und Sportunfälle.

Wie schnell bekomme ich einen Termin für mein Kind?

Kindertermine sind erfahrungsgemäß gefragt. Am schnellsten geht es über die Online-Buchung, dort sehen Sie die freien Zeiten direkt. Wenn es dringend ist, rufen Sie an und sagen Sie kurz, worum es geht.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern,  wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.

Kontakt und Anfahrt

So finden Sie uns

Adresse
Sendlinger-Tor-Platz 11
80336 München
Telefon
089 44312482

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