Osteopathie bei Migräne in München
Osteopathie bei Migräne in München
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, das steht außer Frage und sie lässt sich nicht wegmassieren wie eine Verspannung. Aus osteopathischer Sicht ist eine Migräne aber häufig auch Ausdruck eines aus dem Gleichgewicht geratenen Systems, in dem viele Fäden zusammenlaufen: die Beweglichkeit der Halswirbelsäule und der Kopfgelenke, die Spannung in Nacken, Schultern und Kiefer, die Regulation über das vegetative Nervensystem und, gerade bei Frauen, hormonelle Einflüsse. An diesen Fäden lässt sich ziehen. Wir können die Migräne nicht heilen, aber wir können daran arbeiten, die Reizschwelle zu heben, ab der eine Attacke ausgelöst wird.
Was das konkret bedeutet, erleben viele unserer Patientinnen und Patienten so: Die Attacken kommen seltener, dauern kürzer oder fallen weniger heftig aus und ein zusätzlicher Spannungskopfschmerz, den viele neben der Migräne haben, ohne beides auseinanderzuhalten, lässt spürbar nach. Eine Garantie ist das nicht, jeder Mensch reagiert anders, aber es ist genau die Erleichterung, um die es Menschen mit Migräne geht. Wir behandeln dabei immer begleitend zur ärztlichen oder neurologischen Therapie und raten Ihnen nie, ein Medikament abzusetzen.
Ihre Expertin für Migränebegleitung in München
Annemarie von Witzleben
Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin
- Ausgebildet am Sutherland Cranial College of Osteopathy.
Für die feine Arbeit an Schädel, Kopfgelenken und Kiefer ist die craniosacrale Ausbildung die passende, weil dort mit sehr sanftem Druck gearbeitet wird, was bei einem empfindlichen Kopf entscheidend ist.
- Fortbildung zu Zwerchfell und Atemmechanik.
Von 2023 bis 2024 die dreiteilige Reihe Atemausbreitung bei Margarete Keller DO. Bei anhaltender Anspannung wird die Atmung flacher und die Hilfsmuskulatur am Hals übernimmt mehr, also genau die Muskeln, die auch beim Kopfschmerz eine Rolle spielen.
- Physiotherapeutin und Osteopathin in einer Person.
Die Ausbildung zur Physiotherapeutin von 2005 bis 2008 in Berlin, darauf die fünfjährige Osteopathie-Ausbildung von 2008 bis 2013 an der International Academy of Osteopathy in München.
- Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016.
Als Heilpraktikerinnen behandeln wir ohne ärztliche Überweisung, arbeiten bei Migräne aber ausdrücklich begleitend zur ärztlichen und neurologischen Therapie. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.
Das sagen Patientinnen und Patienten
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Mehr InformationenWoran wir bei Migräne ansetzen
Um den beeinflussbaren Anteil zu finden, sehen wir uns vor allem die Regionen an, die mit dem Kopfschmerz in Verbindung stehen:
- die oberen Kopfgelenke zwischen Schädel und den ersten beiden Halswirbeln, in deren Umgebung die Nerven für die Kopfhaut am Hinterkopf verlaufen
- die Nackenmuskulatur, die Schmerz bis in Schläfe und Stirn übertragen kann
- die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk, die bei nächtlichem Knirschen mitbeteiligt sein können
- den Brustkorb und die Atmung, weil eine flache Atmung die Hilfsmuskulatur am Hals dauerhaft mitarbeiten lässt
- das vegetative Nervensystem, das unter Dauerstress in Daueranspannung verharrt, sowie bei Frauen den Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen
Woher Migräne osteopathisch betrachtet kommt
Warum ein Gehirn zur Migräne neigt, ist erblich veranlagt und nicht unsere Baustelle. Ob eine Attacke aber tatsächlich ausgelöst wird, hängt von einer Reizschwelle ab und diese Schwelle wird von vielen Faktoren mitbestimmt, von denen sich einige sehr wohl beeinflussen lassen. Aus osteopathischer Sicht ist eine Migräne oft der Punkt, an dem ein über Monate überlastetes System kippt und genau diese Überlastung nehmen wir uns vor.
Halswirbelsäule und Kopfgelenke
Die oberen Kopfgelenke zwischen Schädel und den ersten beiden Halswirbeln sind eine Schlüsselregion, weil dort die Nerven verlaufen, die die Kopfhaut am Hinterkopf versorgen und weil sie eng mit dem Trigeminusnerv verschaltet sind, der bei der Migräne die zentrale Rolle spielt. Ist ihre Beweglichkeit eingeschränkt, kann das die Reizschwelle senken. Gerade hier setzen wir mit sanfter Mobilisation an.
Verspannungen in Nacken, Schultern und Kiefer
Eine dauerhaft überlastete Nacken- und Schultermuskulatur überträgt Schmerz bis in Schläfe und Stirn und ein pressender oder nachts knirschender Kiefer verstärkt das noch. Bei vielen Betroffenen ist genau diese muskuläre Anspannung der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und sie lässt sich mit den Händen gut lösen.
Das craniosacrale System
Mit sehr feinen Techniken an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein arbeiten wir an den bindegewebigen Spannungen im Schädelbereich und unterstützen zugleich den venösen Abfluss, also den Rückstrom des Blutes aus dem Kopf. Ein freierer Abfluss und weniger Spannung im Gewebe tun vielen Menschen mit Migräne spürbar gut.
Vegetatives Nervensystem und Stress
Chronischer Stress hält das vegetative Nervensystem in einer Daueranspannung, die Atmung wird flacher, die Muskulatur bleibt fest und der Körper kommt nicht mehr richtig in den Erholungsmodus. Über die Arbeit an Zwerchfell, Brustkorb und Wirbelsäule helfen wir dem Nervensystem, wieder herunterzuschalten, was bei stressgetriggerter Migräne ein wichtiger Hebel ist.
Hormonelle Schwankungen
Viele Frauen kennen den Zusammenhang zwischen ihrem Zyklus und ihren Attacken. Die Hormone selbst verändern wir nicht, aber ein Körper, der ausgeglichener und weniger angespannt ist, verträgt hormonelle Schwankungen erfahrungsgemäß besser. Auch das ist ein Grund, warum sich osteopathische Begleitung über mehrere Monate lohnt.
Was ist Migräne?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, bei der das Gehirn überempfindlich auf Reize reagiert und die sich in wiederkehrenden Attacken zeigt, typischerweise als einseitiger, pulsierender Kopfschmerz, der sich bei körperlicher Anstrengung verstärkt und häufig von Übelkeit, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit begleitet wird. Eine unbehandelte Attacke dauert Stunden bis zu mehreren Tagen und weil sich die Beschwerden bei Bewegung verschlimmern, ziehen sich viele Betroffene in einen abgedunkelten, ruhigen Raum zurück. Anders als der Spannungskopfschmerz, der beidseitig und dumpf drückend ist, schränkt eine Migräneattacke den Alltag meist deutlich ein.
Die Phasen einer Migräneattacke
Eine Migräne verläuft häufig in mehreren Phasen, die aber nicht bei jedem Menschen und nicht bei jeder Attacke alle auftreten. Vor dem eigentlichen Kopfschmerz kündigt sich die Attacke bei manchen durch eine Vorbotenphase an, mit Müdigkeit, Heißhunger, Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Bei einem kleineren Teil der Betroffenen folgt eine Aura, also vorübergehende neurologische Symptome wie Sehstörungen mit Flimmern oder Zickzacklinien, ein Kribbeln oder seltener eine Sprachstörung, die sich innerhalb einer Stunde wieder zurückbildet. Darauf folgt die eigentliche Kopfschmerzphase und schließlich eine Erholungsphase, in der sich viele noch einen oder zwei Tage erschöpft und wie nach einem Kater fühlen.
Migräne oder Spannungskopfschmerz?
Die beiden häufigsten Kopfschmerzformen werden oft verwechselt, dabei ist die Unterscheidung wichtig, weil sie über das sinnvolle Vorgehen entscheidet. Migräne ist meist einseitig, pulsierend, verschlimmert sich bei Bewegung und geht häufig mit Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Der Spannungskopfschmerz ist dagegen meist beidseitig, dumpf und drückend wie ein zu enges Band, wird bei Bewegung nicht schlimmer und kommt selten mit Übelkeit. Viele Menschen haben beides zugleich und halten es nicht auseinander, weshalb der Blick auf beide Formen zur Untersuchung dazugehört.
Ihre Auslöser erkennen und den Alltag entlasten
Ein großer Teil der Migränebegleitung findet zwischen den Terminen statt und der wirksamste erste Schritt kostet nichts: ein Kopfschmerztagebuch. Wer über einige Wochen notiert, wann eine Attacke kam, wie stark und wie lang sie war und was am Tag zuvor los war, entdeckt oft Muster, die vorher unsichtbar waren und kann einzelne Auslöser gezielt entschärfen. Häufig genannt werden diese Auslöser, von denen sich manche beeinflussen lassen und andere nicht:
- unregelmäßiger Schlaf, auch zu langes Schlafen am Wochenende
- ausgelassene Mahlzeiten und zu wenig trinken
- Koffeinentzug, etwa am Wochenende ohne den üblichen Bürokaffee
- Alkohol, bei einem Teil der Betroffenen besonders Rotwein
- lange Bildschirmarbeit ohne Pausen
- Zähneknirschen, oft ohne dass die Betroffenen davon wissen
- Wetterwechsel und hormonelle Schwankungen, beides nicht beeinflussbar, aber gut zu kennen
Was im Alltag erfahrungsgemäß am meisten bringt, ist ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, regelmäßige Ausdauerbewegung und die einfache Regel, die Zahl der Schmerzmitteltage im Monat im Blick zu behalten.
Nach welchen Prinzipien wir bei Migräne arbeiten
Einige Grundsätze gelten bei der Behandlung von Migräne in meiner Praxis ausnahmslos.
- Zuerst die Warnzeichen ausschließen. Kopfschmerz ist das Symptom, bei dem sich eine ärztliche Abklärung am wenigsten aufschieben lässt.
- Realistisch und ehrlich. Wir versprechen keine Heilung, arbeiten aber gezielt darauf hin, dass Ihre Attacken seltener und milder werden und sagen Ihnen offen, wenn wir keinen Ansatzpunkt sehen.
- Wir machen den Erfolg sichtbar. Anhand Ihres Kopfschmerztagebuchs sehen wir gemeinsam, ob die Attacken tatsächlich zurückgehen, statt uns auf ein vages Gefühl zu verlassen.
- Sanft am Kopf. An Kopfgelenken und Schädel arbeiten wir mit sehr feinem Druck, ruckartige Techniken an der Halswirbelsäule setzen wir nicht ein.
- Begleitend, nicht ersetzend. Ihre ärztliche und neurologische Behandlung hat Vorrang, wir arbeiten daneben und raten nie zum Absetzen von Medikamenten.
So läuft eine Behandlung bei Migräne in München ab
Der wichtigste Teil ist bei diesem Thema das Gespräch, weil Ihre Schilderung die Kopfschmerzform genauer eingrenzt als jede Tastuntersuchung. Wir fragen nach Ort und Charakter des Schmerzes, nach Häufigkeit und Dauer der Attacken, nach Übelkeit, Aura und Lichtempfindlichkeit sowie nach Auslösern, Medikamenten, Schlaf und Belastung und wir sehen uns, wenn Sie eines führen, gemeinsam Ihr Kopfschmerztagebuch an. Anschließend prüfen wir die Beweglichkeit von Halswirbelsäule und Kopfgelenken, tasten die Nacken- und Kaumuskulatur ab und untersuchen Brustkorb und Atembewegung, wobei wir orientierend auf mögliche neurologische Warnzeichen achten.
Für die Behandlung liegen Sie auf der Liege, während wir mit sanfter Mobilisation der Halswirbelsäule, mit Techniken an Nacken- und Kaumuskulatur sowie mit craniosacralen Griffen am Schädel arbeiten, je nach Befund auch an Brustkorb und Zwerchfell. Die Kaumuskulatur lässt sich auf Wunsch auch von innen im Mund erreichen, das besprechen wir vorher mit Ihnen. Zum Abschluss ordnen wir ein, was wir gefunden haben, geben Ihnen zwei oder drei konkrete Hinweise für den Alltag mit und bitten Sie, das Tagebuch weiterzuführen, damit sich beim nächsten Mal beurteilen lässt, ob sich etwas bewegt hat.
Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten
Eine kurze Vorbereitung macht den ersten Termin deutlich aussagekräftiger. Bringen Sie nach Möglichkeit mit:
- Ihr Kopfschmerztagebuch und falls Sie noch keines führen, beginnen Sie zwei Wochen vor dem Termin damit
- ärztliche Befunde und Arztbriefe, etwa aus der Neurologie
- eine Liste Ihrer Medikamente samt der Angabe, an wie vielen Tagen im Monat Sie Schmerz- oder Migränemittel nehmen
- Ihre Aufbissschiene, falls Sie eine haben
- bequeme Kleidung
Sollten Sie am Tag des Termins eine akute Migräneattacke haben, sagen Sie bitte ab. Während einer Attacke ist niemand berührungstolerant und die Untersuchung wäre wenig aussagekräftig, ein neuer Termin ist da überhaupt kein Problem.
Nach der Behandlung: was normal ist
Die häufigste Reaktion ist Müdigkeit und manche Menschen bemerken am Abend der Behandlung oder am Folgetag ein leichtes Druckgefühl im Kopf oder ein Ziehen im Nacken, das in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen abklingt. Gelegentlich tritt nach der ersten Behandlung ein Kopfschmerz auf, der sich anders anfühlt als der gewohnte, auch das legt sich meist von selbst. Trinken Sie ausreichend, planen Sie den Tag ruhig und verzichten Sie an diesem Tag auf intensiven Sport.
Wie viele Termine sinnvoll sind, lässt sich bei Migräne nicht so schnell sagen wie bei anderen Beschwerden, weil die Häufigkeit der Attacken ohnehin von Monat zu Monat schwankt. Bei einem begleitenden Spannungskopfschmerz zeigt sich oft schon nach zwei bis drei Terminen eine Tendenz, für die Beurteilung der Migräne selbst rechnen Sie eher mit mehreren Terminen über einige Monate, immer am Tagebuch gemessen. Verändert sich dort nichts, sagen wir Ihnen das offen und besprechen einen anderen Weg.
Wann Sie zuerst ärztlich abklären lassen müssen
Kopfschmerz ist das Symptom, bei dem die Abgrenzung am wichtigsten ist, denn die allermeisten Kopfschmerzen sind harmlos, aber einige Zeichen dulden keinen Aufschub. In den folgenden Fällen behandeln wir nicht, sondern verweisen Sie umgehend weiter:
- ein Kopfschmerz, der schlagartig einsetzt und innerhalb von Sekunden seine volle Stärke erreicht, oft als Vernichtungskopfschmerz beschrieben, ein Notfall, bei dem Sie 112 rufen
- Kopfschmerz zusammen mit Fieber und steifem Nacken
- Kopfschmerz mit Lähmung, Taubheit, Sprach- oder Sehstörungen, die nicht wie eine gewohnte Aura wieder abklingen
- Kopfschmerz nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf
- Kopfschmerz mit Verwirrtheit, Wesensveränderung oder Bewusstseinsstörung
- ein Kopfschmerz, der erstmals nach dem 50. Lebensjahr auftritt
- ein Kopfschmerz, der sich in Art, Ort oder Häufigkeit deutlich verändert hat
Die ersten fünf Punkte gehören in die Notaufnahme, nicht erst am nächsten Werktag zur Hausärztin. Auch in unserer eigenen Anamnese fragen wir diese Zeichen ab und verweisen Sie weiter, wenn etwas dabei ist.
Ein eigenes Thema ist der Kopfschmerz durch zu viele Schmerzmittel. Wer Schmerz- oder Migränemittel an zehn oder mehr Tagen im Monat einnimmt, kann dadurch selbst einen Dauerkopfschmerz entwickeln, den sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerz, aus dem ein Kreislauf aus mehr Schmerz und mehr Tabletten entsteht. Als Orientierung dient die 10-20-Regel: Akutmedikamente an höchstens zehn Tagen im Monat, an mindestens zwanzig Tagen keine. Trifft der Übergebrauch auf Sie zu, ist der erste Schritt nicht ein Termin bei uns, sondern ein Gespräch mit Ihrer Ärztin, denn mit den Händen lässt sich dieser Kreislauf nicht auflösen. Setzen Sie dabei nichts eigenmächtig ab.
Zusammenarbeit mit Ärztin, Neurologie und Zahnarzt
Bei Migräne ist die Reihenfolge klar und wir halten uns daran: Zuerst kommt die ärztliche Einordnung, dann alles Weitere. Die hausärztliche oder neurologische Praxis stellt die Diagnose, veranlasst eine Bildgebung, falls sie nötig ist, entscheidet über Akutmedikamente und klärt bei häufigen Attacken die Frage einer vorbeugenden Behandlung. Osteopathie kommt daneben ins Spiel, für den muskulären Anteil und den begleitenden Spannungskopfschmerz. Wenn nächtliches Zähneknirschen mitspielt, arbeiten wir gern mit Ihrer Zahnärztin oder Kieferorthopädin zusammen, weil sich eine Aufbissschiene und die osteopathische Behandlung der Kaumuskulatur häufig gut ergänzen. Spielen Augenheilkunde oder HNO hinein, etwa bei einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit oder bei Beschwerden der Nasennebenhöhlen, gehört auch das zuerst dorthin.
Kosten und Kostenübernahme der Migränebehandlung
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Der Betrag hängt vom Umfang der Behandlung ab, den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin.
Gesetzlich Versicherte
Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Kalenderjahr. Weil sich die Bedingungen zwischen den Kassen erheblich unterscheiden, lohnt sich vorab ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse.
Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung
Die Kosten werden in der Regel erstattet, der Umfang hängt vom Tarif ab. Eine ärztliche Überweisung brauchen Sie für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind.
Häufige Fragen zu Osteopathie bei Migräne
Was ist Migräne?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit genetischer Veranlagung, bei der das Gehirn überempfindlich auf Reize reagiert. Sie zeigt sich in wiederkehrenden Attacken, meist als einseitiger, pulsierender Kopfschmerz, der sich bei Bewegung verstärkt und häufig von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet wird. Sie ist keine Verspannung und keine Fehlstellung, auch wenn muskuläre Faktoren eine Attacke mit auslösen können.
Hilft Osteopathie bei Migräne?
Ja. Heilen lässt sich Migräne nicht, aber viele unserer Patientinnen und Patienten erleben, dass ihre Attacken seltener werden, kürzer ausfallen oder an Wucht verlieren. Wir arbeiten an der Beweglichkeit der Kopfgelenke und der Halswirbelsäule, an Verspannungen in Nacken, Schultern und Kiefer, am craniosacralen System und über die Atmung am vegetativen Nervensystem, also an den Faktoren, die die Reizschwelle für eine Attacke mitbestimmen. Das geschieht immer begleitend zur ärztlichen Therapie.
Kann Osteopathie meine Migräne heilen oder die Anfälle sicher reduzieren?
Heilen im Sinne von dauerhaft verschwinden lassen kann Osteopathie eine Migräne nicht, denn die Veranlagung dazu bleibt. Was realistisch und für viele Betroffene sehr wertvoll ist: dass die Abstände zwischen den Attacken größer werden und die einzelnen Anfälle milder verlaufen. Eine Erfolgsgarantie für den Einzelfall gibt es nicht, weil jeder Mensch anders reagiert, aber genau auf diese Erleichterung arbeiten wir hin und am Kopfschmerztagebuch sehen Sie über einige Wochen selbst, ob sich etwas bewegt.
Was ist der Unterschied zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz?
Migräne ist meist einseitig, pulsierend, verschlimmert sich bei Bewegung und geht häufig mit Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Der Spannungskopfschmerz ist dagegen meist beidseitig, dumpf und drückend wie ein enges Band, wird bei Bewegung nicht schlimmer und kommt selten mit Übelkeit. Viele Menschen haben beides zugleich.
Was ist eine Migräne mit Aura?
Bei einem kleineren Teil der Betroffenen gehen dem Kopfschmerz vorübergehende neurologische Symptome voraus, die sogenannte Aura. Typisch sind Sehstörungen mit Flimmern oder Zickzacklinien, ein Kribbeln oder seltener eine Sprachstörung, die sich in der Regel innerhalb einer Stunde zurückbildet. Treten solche Ausfälle zum ersten Mal auf oder klingen sie nicht ab, gehören sie zuerst ärztlich abgeklärt.
Was ist eine stille Migräne?
Als stille Migräne bezeichnet man eine Migräne, bei der die Aura-Symptome wie Sehstörungen oder Kribbeln auftreten, der typische Kopfschmerz danach aber ausbleibt. Sie gehört wie jede neu auftretende neurologische Symptomatik zuerst ärztlich abgeklärt, osteopathisch ist sie nicht das passende Feld.
Was ist chronische Migräne?
Von chronischer Migräne spricht man, wenn an fünfzehn oder mehr Tagen im Monat Kopfschmerzen bestehen, davon an mindestens acht mit Migränecharakter, über mehr als drei Monate. Das ist ein Fall für die neurologische Behandlung. Osteopathisch können wir hier begleitend am muskulären Anteil und an einem zusätzlichen Spannungskopfschmerz arbeiten, mehr nicht.
Wie viele Behandlungen brauche ich?
Bei einem begleitenden Spannungskopfschmerz zeigt sich oft schon nach zwei bis drei Terminen eine Tendenz. Die Migräne selbst braucht eine längere Beobachtung über mehrere Termine und Monate, weil die Attackenhäufigkeit ohnehin schwankt. Beurteilen Sie das Ergebnis immer am Kopfschmerztagebuch, nicht am Gefühl. Verändert sich dort nichts, besprechen wir einen anderen Weg.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Ein Ersttermin dauert 50 bis 60 Minuten inklusive Anamnese, Folgetermine dauern 25 bis 30 Minuten. Der erste Termin nimmt mehr Zeit für das Gespräch in Anspruch, das bei Migräne besonders wichtig ist.
Was kostet die Behandlung?
Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Jahr. Private Versicherungen, Beihilfe und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif.
Brauche ich eine Überweisung?
Für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind. Bei Migräne empfehlen wir die ärztliche oder neurologische Abklärung trotzdem dringend, bevor Sie kommen, besonders wenn die Beschwerden neu sind oder sich verändert haben. Ein Privatrezept brauchen Sie nur für den Kassenzuschuss.
Soll ich ein Kopfschmerztagebuch führen?
Unbedingt, es ist bei Migräne das wirksamste Werkzeug und kostet nichts. Notieren Sie über vier bis sechs Wochen Datum, Uhrzeit, Dauer, Stärke von eins bis zehn, eingenommene Medikamente sowie Schlaf, Mahlzeiten und Belastung des Vortags. Erst daraus wird ein Muster erkennbar und erst damit lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung etwas verändert hat.
Was ist die 10-20-Regel bei Migräne?
Die 10-20-Regel hilft, einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz zu vermeiden: Akutmedikamente wie Schmerzmittel und Triptane an höchstens zehn Tagen im Monat einnehmen und an mindestens zwanzig Tagen ganz darauf verzichten. Gezählt werden die Einnahmetage, nicht die Zahl der Tabletten. Wenn Sie darüber liegen, sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin.
Hat Migräne etwas mit der Psyche zu tun?
Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit genetischer Grundlage, keine psychische Erkrankung. Stress ist aber ein häufiger Auslöser und anhaltende Belastung kann Häufigkeit und Schwere der Attacken beeinflussen. Umgekehrt belasten häufige Attacken die Psyche. An der körperlichen Anspannung, die dabei entsteht, lässt sich osteopathisch mitarbeiten, die Erkrankung selbst gehört in ärztliche Hand.
Kann eine akute Migräneattacke osteopathisch behandelt werden?
Besser nicht. Während einer Attacke ist niemand berührungstolerant und die Untersuchung wäre wenig aussagekräftig. Wenn Sie am Tag des Termins eine Attacke haben, sagen Sie bitte ab, wir vereinbaren dann einen neuen Termin. Wir arbeiten zwischen den Attacken, nicht in ihnen.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
In der Regel nicht. Am Kopf und an den Kopfgelenken arbeiten wir mit sehr feinem Druck. Die Kaumuskulatur kann beim Tasten empfindlich sein, wenn sie stark angespannt ist, das kündigen wir vorher an. Ruckartige Techniken an der Halswirbelsäule setzen wir nicht ein.
Kann Migräne vom Nacken oder vom Kiefer kommen?
Nacken und Kiefer sind nicht die Ursache der Migräne, können eine Attacke bei bestehender Anfälligkeit aber mit auslösen und viele Betroffene haben zusätzlich einen Spannungskopfschmerz aus dem Nacken. Genau dieser mitbeteiligte Anteil ist das, woran wir arbeiten. Die Migräne als Erkrankung bleibt davon unberührt.
Behandeln Sie auch Kinder und Jugendliche mit Migräne?
Ja, begleitend und mit besonderer Zurückhaltung. Bei Kindern und Jugendlichen gehören neue oder ungewöhnliche Kopfschmerzen aber zuerst in die kinderärztliche Untersuchung. Osteopathisch sehen wir uns dann Haltung, Bildschirmzeit, Anspannung und den Kiefer an.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern, wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.
So finden Sie uns
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
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