Osteopathie für Sportlerinnen und Sportler

Osteopathie bei Kopfschmerzen München

Kommt Ihr Kopfschmerz zwei-, dreimal die Woche wie ein enges Band um den Kopf, oder beginnt er im Nacken und zieht nach vorn über die Schläfe? Dann ist die Ursache selten im Kopf zu suchen, sondern in verspannter Muskulatur und unbeweglichen Gelenken und genau dort können wir mit den Händen ansetzen. In meiner Praxis am Sendlinger Tor behandeln wir Spannungskopfschmerzen und Kopfschmerzen aus dem Nacken gezielt an Kopfgelenken, Nacken und Kiefer, ergänzend zu Ihrer ärztlichen Abklärung.
Osteopathin behandelt Nacken und oberen Brustkorb eines Patienten mit Kopfschmerzen

Wie Osteopathie bei Kopfschmerzen hilft

Ein großer Teil aller Kopfschmerzen ist muskulär und über die Beweglichkeit von Nacken und Kopfgelenken bedingt und das ist die gute Nachricht, denn genau daran lässt sich mit den Händen arbeiten. Wir lösen die Verspannungen in Nacken, Schultern und Kaumuskulatur, verbessern die Beweglichkeit der oberen Halswirbelsäule und nehmen den Zug aus dem Gewebe, das den Schmerz nach oben in den Kopf überträgt. Bei Spannungskopfschmerzen und beim Kopfschmerz, der aus dem Nacken kommt, spüren viele Patientinnen und Patienten deshalb schon nach wenigen Behandlungen, dass die Kopfschmerztage seltener und die einzelnen Episoden schwächer werden.

Anders als eine Schmerztablette, die den Schmerz für ein paar Stunden dämpft, setzen wir an dem an, was ihn auslöst. Deshalb steht am Anfang immer die Frage, welche Art von Kopfschmerz Sie haben, denn davon hängt ab, ob und wie gut osteopathische Behandlung Ihnen helfen kann. Bei neuen oder ungewohnten Kopfschmerzen gehört die ärztliche Abklärung an den Anfang, danach sind wir für den körperlichen Anteil die richtige Adresse.

Ihre Expertin für Kopfschmerzbehandlung in München

Annemarie von Witzleben

Osteopathin · Physiotherapeutin · Heilpraktikerin

  • Ausgebildet am Sutherland Cranial College of Osteopathy.

    Für die feine Arbeit an Schädel, Kopfgelenken und Kiefer ist die craniosacrale Ausbildung genau die passende, weil dort mit sehr sanftem Druck gearbeitet wird.

  • Fortbildung zu Zwerchfell und Atemmechanik.

    Von 2023 bis 2024 die dreiteilige Reihe Atemausbreitung bei Margarete Keller DO. Bei anhaltender Anspannung wird die Atmung flacher und die Halsmuskulatur übernimmt mehr, also genau die Muskeln, an denen der Spannungskopfschmerz beginnt.

  • Physiotherapeutin und Osteopathin in einer Person.

    Die Ausbildung zur Physiotherapeutin von 2005 bis 2008 in Berlin, darauf die fünfjährige Osteopathie-Ausbildung von 2008 bis 2013 an der International Academy of Osteopathy in München.

  • Mitglied im Bundesverband Osteopathie, Heilpraktikerin seit 2016.

    Als Heilpraktikerinnen behandeln wir ohne ärztliche Überweisung, bei Kopfschmerzen aber immer nach vorheriger ärztlicher Abklärung. Meine Praxis am Sendlinger-Tor-Platz führe ich seit Januar 2017.

Das sagen Patientinnen und Patienten

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Woran wir bei Kopfschmerzen ansetzen

  • die oberen Kopfgelenke zwischen Schädel und den ersten beiden Halswirbeln, in deren Umgebung die Nerven für den Hinterkopf verlaufen
  • die Nacken- und Schultermuskulatur, deren Verspannung Schmerz in Stirn und Schläfe überträgt
  • die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk, oft übersehen und doch häufig beteiligt
  • die Brustwirbelsäule und die Atmung, weil ein steifer Brustkorb den Nacken zusätzlich unter Spannung setzt

Arten von Kopfschmerzen und wobei Osteopathie hilft

Beschrieben sind über 200 Kopfschmerzarten, doch im Alltag begegnen uns vor allem diese vier. Entscheidend ist, sie zu unterscheiden, weil sich daran zeigt, wo osteopathische Behandlung viel bewirken kann und wo sie nicht das Mittel der Wahl ist.

Spannungskopfschmerz

Der häufigste Kopfschmerz überhaupt, dumpf und drückend auf beiden Seiten, oft wie ein enges Band um den Kopf, ohne Übelkeit und ohne Verschlechterung bei Bewegung. Weil er meist aus der verspannten Nacken- und Schultermuskulatur und aus steifen Kopfgelenken entsteht, ist er die Kopfschmerzform, bei der Osteopathie am deutlichsten hilft.

Kopfschmerz aus dem Nacken

Fachlich zervikogener Kopfschmerz, geht diese Form direkt von der Halswirbelsäule aus. Typisch ist ein meist einseitiger Schmerz, der im Nacken beginnt und nach vorn zur Stirn oder zum Auge zieht, oft mit eingeschränkter Kopfdrehung zur selben Seite. Gerade hier ist manuelle Behandlung besonders wirksam, weil sich der Zusammenhang zwischen Nacken und Kopf unmittelbar zeigt.

Migräne

Ein meist einseitiger, pulsierender Kopfschmerz, der sich bei Bewegung verstärkt und häufig von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet wird. Migräne ist eine neurologische Erkrankung und ein Thema für sich, osteopathisch behandeln wir hier den mitbeteiligten muskulären Anteil und einen begleitenden Spannungskopfschmerz.

Clusterkopfschmerz

Ein sehr starker, streng einseitiger Schmerz hinter oder um das Auge, der in Attacken auftritt. Diese Form gehört in neurologische Behandlung und ist osteopathisch nicht das Mittel der Wahl.

Osteopathische Behandlung am Hinterkopf und an den oberen Kopfgelenken bei Kopfschmerzen

Ursachen aus osteopathischer Sicht

Der Kopf wiegt vier bis fünf Kilogramm und sitzt auf einem beweglichen Hals, sodass jede Vorneigung die Haltearbeit der Nackenmuskulatur erhöht. Vor diesem Hintergrund werden die Ursachen verständlich, die wir bei Kopfschmerzen immer wieder finden.

  • Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken, häufig durch langes Sitzen und einseitige Belastung, die den Dauerzug auf den Kopf erzeugen
  • Blockaden und Bewegungseinschränkungen der oberen Halswirbelsäule, wo die Nerven für den Hinterkopf verlaufen
  • eine überlastete Kaumuskulatur bei Zähneknirschen und Pressen, die den Schmerz in Schläfe und Stirn trägt
  • eine steife Brustwirbelsäule und eine flache Atmung, die den Nacken zusätzlich belasten
  • anhaltender Stress, der die Muskulatur dauerhaft anspannt und die Schmerzschwelle senkt

Das erklärt auch, warum eine Massage oft nur kurz hilft und die Verspannung nach zwei Tagen zurück ist: Sie senkt die Spannung, ändert aber nichts an der Ursache dahinter. Wir sehen uns deshalb die ganze Kette an und lösen den Punkt, der die Muskulatur immer wieder in Spannung zieht.

Kopfschmerzen durch Bildschirmarbeit und Haltung

Kopfschmerzen nach einem langen Tag am Bildschirm sind ein Muster für sich und die Ursache ist gut greifbar. Bei konzentrierter Arbeit schiebt sich der Kopf unbemerkt nach vorn, was die Nackenmuskulatur mit jedem Zentimeter mehr Haltearbeit kostet, der Brustkorb sinkt zusammen, die Atmung wird flacher und viele pressen dabei die Zähne aufeinander. Typisch ist ein Kopfschmerz, der am späten Vormittag beginnt, im Lauf des Tages zunimmt und am Wochenende ausbleibt.

Genau dieser Kopfschmerz lässt sich gut beeinflussen. Wir behandeln die Beweglichkeit der oberen Kopfgelenke und der Brustwirbelsäule, lösen die Nacken- und Kaumuskulatur und bringen die Atmung wieder in Gang. Mindestens ebenso wichtig ist, was Sie am Arbeitsplatz ändern: die Bildschirmoberkante auf Augenhöhe und alle dreißig bis vierzig Minuten kurz aufstehen wirken bei diesem Typ mehr als jede einzelne Behandlung.

So behandeln wir Kopfschmerzen osteopathisch

Jede Behandlung folgt bei uns denselben vier Schritten und Sie wissen an jeder Stelle, was wir tun und warum.

  1. Ausführliche Anamnese. Wir fragen nach Ort, Art und Verlauf Ihrer Kopfschmerzen, nach Auslösern und Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit sowie nach Ihrer Vorgeschichte, also früheren Unfällen, Stress und Arbeitsplatz. Diese Schilderung unterscheidet die Kopfschmerzform genauer als jede Tastuntersuchung.
  2. Untersuchung mit den Händen. Wir sehen uns Haltung und Beweglichkeit an und tasten gezielt Halswirbelsäule, Kopfgelenke, Nacken- und Kaumuskulatur sowie Brustkorb und Atmung ab, immer im Seitenvergleich und mit Blick auf mögliche Warnzeichen.
  3. Individuelle manuelle Behandlung. Je nach Befund lösen wir Muskel- und Faszienspannungen, mobilisieren die Gelenke sanft und arbeiten mit craniosacralen Griffen am Schädel, auf Wunsch auch am Kiefer von innen im Mund.
  4. Beratung und Selbsthilfe. Zum Abschluss ordnen wir ein, was wir gefunden haben und geben Ihnen konkrete Hinweise für Alltag und Arbeitsplatz mit, damit der Erfolg zwischen den Terminen trägt.

Das Ziel ist dabei jedes Mal dasselbe: die muskulären und faszialen Spannungen lösen, die Beweglichkeit der Halswirbelsäule verbessern und das überreizte Nervensystem zur Ruhe bringen, sodass die Auslöser Ihrer Kopfschmerzen nachlassen, statt immer wiederzukommen.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten

Eine kurze Vorbereitung macht den ersten Termin aussagekräftiger. Bringen Sie nach Möglichkeit mit:

  • ärztliche Befunde und Arztbriefe, etwa aus der Neurologie
  • eine Liste Ihrer Medikamente samt der Angabe, an wie vielen Tagen im Monat Sie Schmerzmittel nehmen
  • Ihre Aufbissschiene, falls Sie eine haben
  • kurze Notizen dazu, wann die Kopfschmerzen auftreten und was sie bessert oder verschlechtert
  • bequeme Kleidung

Sind Ihre Beschwerden neu oder haben sie sich in den letzten Wochen verändert, lassen Sie sie bitte zuerst ärztlich abklären, bevor Sie zu uns kommen.

Nach der Behandlung: was normal ist

Häufig stellt sich eine gewisse Müdigkeit ein und bei manchen Menschen meldet sich am Abend oder am Folgetag ein leichtes Druckgefühl im Kopf oder ein Ziehen im Nacken, das sich binnen ein bis zwei Tagen wieder legt. Trinken Sie ausreichend, gönnen Sie sich einen ruhigen Tag und lassen Sie intensiven Sport an diesem Tag aus. Bei Spannungskopfschmerz und beim Kopfschmerz aus dem Nacken zeigt sich meist schon nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt, wobei die Abstände anfangs bei ein bis zwei Wochen liegen. Verändert sich dann nichts, sagen wir Ihnen das offen und besprechen einen anderen Weg.

Ruhiger, heller Behandlungsraum der Osteopathie-Praxis in München

Was Sie selbst gegen Kopfschmerzen tun können

Weil ein großer Teil der Kopfschmerzen mit Haltung, Schlaf und Anspannung zusammenhängt, haben Sie mehr in der Hand, als Sie vielleicht denken. Am wirksamsten sind diese Punkte:

  • regelmäßige Lockerungs- und Dehnübungen für Nacken und Schultern, ein- bis zweimal am Tag
  • die Bildschirmoberkante auf Augenhöhe und ein Positionswechsel alle dreißig bis vierzig Minuten
  • regelmäßiger Schlaf zu ähnlichen Zeiten, auch am Wochenende
  • ausreichend trinken und keine Mahlzeiten auslassen
  • Entspannungstechniken gegen Dauerstress, etwa bewusste Atmung oder progressive Muskelentspannung

Behalten Sie außerdem die Zahl Ihrer Schmerzmitteltage im Blick. Wer an zehn oder mehr Tagen im Monat Schmerzmittel nimmt, kann dadurch selbst einen Dauerkopfschmerz auslösen und dann steht zuerst das Gespräch mit der Ärztin an, nicht ein Termin bei uns.

Nach welchen Prinzipien wir bei Kopfschmerzen arbeiten

Einige Grundsätze gelten bei der Behandlung von Kopfschmerzen in meiner Praxis ausnahmslos.

  • Zuerst die Warnzeichen ausschließen. Gerade beim Kopfschmerz klären wir vor jeder Behandlung, ob etwas dabei ist, das zuerst ärztlich untersucht gehört.
  • Nicht nur der Nacken. Wir untersuchen immer auch Kopfgelenke, Kiefer, Brustkorb und Atmung, weil der Schmerz selten aus einer einzelnen Region kommt.
  • Sanft am Kopf. Kopfgelenke und Schädel behandeln wir mit sehr feinem Druck, ruckartige Impulse an der Halswirbelsäule haben hier nichts zu suchen.
  • Konkret statt vage. Wir sagen Ihnen, welche Kopfschmerzform wir vermuten, was wir dagegen tun können und ab wann Sie eine Veränderung erwarten dürfen.
  • Kein Abonnement. Verändert sich nach zwei bis drei Behandlungen nichts, besprechen wir einen anderen Weg statt weiterer Sitzungen.

Wann Sie zuerst ärztlich abklären lassen müssen

Die allermeisten Kopfschmerzen sind harmlos, aber bei einigen Zeichen darf keine Zeit verloren gehen. In den folgenden Fällen behandeln wir nicht, sondern verweisen Sie umgehend weiter:

  • ein Kopfschmerz, der aus dem Nichts binnen Sekunden seine volle Wucht erreicht, oft als Vernichtungskopfschmerz beschrieben, ein Notfall, bei dem Sie sofort 112 rufen
  • Kopfschmerz zusammen mit Fieber und steifem Nacken
  • Kopfschmerz mit Lähmung, Taubheit, Sprach- oder Sehstörungen
  • Kopfschmerz nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf
  • Kopfschmerz mit Verwirrtheit, Wesensveränderung oder Bewusstseinsstörung
  • ein Kopfschmerz, der erstmals nach dem 50. Lebensjahr auftritt
  • ein Kopfschmerz, der sich in Art, Ort oder Häufigkeit deutlich verändert hat
  • ein Kopfschmerz, der bei Husten, Pressen oder Bücken deutlich zunimmt

Die ersten fünf dieser Punkte gehören in die Notaufnahme, nicht erst am nächsten Werktag in die Hausarztpraxis. Auch wir fragen diese Zeichen in der Anamnese ab und verweisen Sie weiter, sobald etwas dabei ist, das nicht zur Osteopathie gehört.

Zusammenarbeit mit Ärztin, Zahnarzt und weiteren Fachrichtungen

Bei Kopfschmerzen bringt eine Hand allein selten die Lösung, deshalb ist uns die klare Rollenverteilung wichtig. Die hausärztliche oder neurologische Praxis stellt die Diagnose, veranlasst bei Bedarf eine Bildgebung und entscheidet über Medikamente. Spielt nächtliches Zähneknirschen mit, arbeiten wir mit Ihrer Zahnärztin oder Kieferorthopädin zusammen, weil sich eine Aufbissschiene und die osteopathische Behandlung der Kaumuskulatur häufig gut ergänzen. Und wenn Augen oder Nasennebenhöhlen hineinspielen, etwa bei einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit, gehört das zuerst in die entsprechende Fachrichtung. Ohrgeräusche und Schwindel behandeln wir nur begleitend und erst nach HNO-ärztlicher Abklärung.

Kosten und Kostenübernahme der Kopfschmerzbehandlung

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, kurz GebüH. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Versicherung einreichen können. Der Betrag hängt vom Umfang der Behandlung ab, den konkreten Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin.

Gesetzlich Versicherte

Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen anteilig, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Kalenderjahr. Weil sich die Bedingungen zwischen den Kassen erheblich unterscheiden, lohnt sich vorab ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse.

Privatversicherte, Beihilfe und Zusatzversicherung

Die Kosten werden in der Regel erstattet, der Umfang hängt vom Tarif ab. Eine ärztliche Überweisung brauchen Sie für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind.

Häufige Fragen zu Osteopathie bei Kopfschmerzen

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Beschrieben sind über 200 Formen, im Alltag zählen aber vier: Der Spannungskopfschmerz ist dumpf und beidseitig wie ein enges Band. Der zervikogene Kopfschmerz geht vom Nacken aus und zieht nach vorn. Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit meist einseitigem, pulsierendem Schmerz. Der Clusterkopfschmerz ist selten, sehr stark und streng einseitig hinter dem Auge. Welche Form vorliegt, klärt zuerst die ärztliche Untersuchung.

Was macht ein Osteopath bei Kopfschmerzen?

Wir suchen mit den Händen die Spannungen und Bewegungseinschränkungen, die den Schmerz auslösen, meist an Halswirbelsäule, Kopfgelenken, Nacken- und Kaumuskulatur. Diese behandeln wir mit sanften manuellen Techniken, lösen Verspannungen, mobilisieren die Gelenke und beruhigen das überreizte Gewebe. Ziel ist, die Kopfschmerztage seltener und milder zu machen.

Hilft Osteopathie wirklich bei Kopfschmerzen?

Bei Spannungskopfschmerz und beim Kopfschmerz aus dem Nacken ja, oft deutlich, weil dort die behandelte Struktur und der Schmerz direkt zusammenhängen. Viele Patientinnen und Patienten haben nach wenigen Behandlungen spürbar weniger und schwächere Kopfschmerzen. Eine Garantie gibt es nicht und welcher Kopfschmerztyp vorliegt, klärt zuerst die ärztliche Untersuchung.

Was ist der Unterschied zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne?

Der Spannungskopfschmerz ist meist beidseitig, dumpf und drückend wie ein enges Band, wird bei Bewegung nicht schlimmer und geht selten mit Übelkeit einher. Migräne ist meist einseitig, pulsierend, verschlimmert sich bei Bewegung und wird häufig von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet. Osteopathisch behandeln wir vor allem den Spannungskopfschmerz und den muskulären Anteil, die Migräne selbst gehört in ärztliche Hand.

Was ist ein zervikogener Kopfschmerz?

Ein Kopfschmerz, der von der Halswirbelsäule ausgeht. Typisch ist ein einseitiger Schmerz, der im Nacken beginnt und nach vorn Richtung Stirn oder Auge zieht, oft mit eingeschränkter Kopfdrehung zur selben Seite. Bestimmte Kopfhaltungen können ihn auslösen. Bei dieser Form ist osteopathische Behandlung besonders naheliegend.

Können Kopfschmerzen vom Nacken kommen?

Ja, das ist sogar der häufigste Ansatzpunkt. Bestimmte Muskeln im Nacken und Schultergürtel übertragen Schmerz in Schläfe und hinter das Auge und die oberen Kopfgelenke, in deren Umgebung die Nerven für den Hinterkopf verlaufen, spielen eine zentrale Rolle. Deshalb ist der Nacken bei Kopfschmerzen immer Teil unserer Untersuchung.

Können Kopfschmerzen vom Kiefer kommen?

Ja und das wird oft übersehen. Wer nachts knirscht oder tagsüber presst, überlastet die kräftige Kaumuskulatur über Stunden, die den Schmerz in Schläfe und Stirn trägt. Ein typisches Muster sind morgendliche Kopfschmerzen mit einem steifen Kiefer.

Können meine Kopfschmerzen von der Bildschirmarbeit kommen?

Sehr häufig. Bei konzentrierter Bildschirmarbeit schiebt sich der Kopf nach vorn, die Nackenmuskulatur leistet mehr Haltearbeit, die Atmung wird flacher und viele pressen unbewusst die Zähne. Ein typisches Zeichen ist ein Kopfschmerz, der am späten Vormittag beginnt, im Tagesverlauf zunimmt und am Wochenende ausbleibt.

Wie oft sollte man bei Kopfschmerzen zur Osteopathie gehen?

Bei Spannungskopfschmerz und beim Kopfschmerz aus dem Nacken zeigt sich meist nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas bewegt, mit Abständen von ein bis zwei Wochen. Einen festen Plan legen wir nach der ersten Untersuchung gemeinsam fest. Verändert sich nach zwei bis drei Terminen nichts, empfehlen wir einen anderen Weg.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Ein Ersttermin dauert 50 bis 60 Minuten inklusive Anamnese, Folgetermine dauern 25 bis 30 Minuten. Der erste Termin nimmt mehr Zeit für das Gespräch in Anspruch, das bei Kopfschmerzen besonders wichtig ist.

Was kostet die Behandlung?

Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt vom Umfang der Behandlung ab, deshalb nennen wir Ihnen den konkreten Preis bei der Terminvereinbarung. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Meist anteilig. Über 70 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie, in der Regel gegen Vorlage eines ärztlichen Privatrezepts und begrenzt auf einige Sitzungen pro Jahr. Private Versicherungen, Beihilfe und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif.

Brauche ich eine Überweisung?

Für die Behandlung nicht, da wir Heilpraktikerinnen sind. Bei Kopfschmerzen empfehlen wir die ärztliche Abklärung trotzdem, bevor Sie kommen, besonders wenn die Beschwerden neu sind oder sich verändert haben. Ein Privatrezept brauchen Sie nur für den Kassenzuschuss.

Was ist ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz?

Ein Kopfschmerz, der durch die Einnahme von Schmerzmitteln selbst entsteht, wenn diese an zehn oder mehr Tagen im Monat genommen werden. Es bildet sich ein Kreislauf aus mehr Schmerz und mehr Tabletten. Wenn das auf Sie zutrifft, sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin und setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

In der Regel nicht. Am Kopf und an den Kopfgelenken arbeiten wir mit sehr feinem Druck. Die Kaumuskulatur kann beim Tasten empfindlich sein, wenn sie stark angespannt ist, das kündigen wir vorher an. Ruckartige Techniken an der Halswirbelsäule setzen wir nicht ein.

Behandeln Sie den Kiefer auch von innen?

Auf Wunsch ja. Ein Teil der Kaumuskulatur lässt sich von innen im Mund besser erreichen als von außen. Wir machen das nur mit Ihrem Einverständnis, mit Handschuhen und nachdem wir es vorher erklärt haben. Ist Ihnen das unangenehm, arbeiten wir ausschließlich von außen.

Was kann ich selbst gegen Kopfschmerzen tun?

Regelmäßige Lockerungsübungen für Nacken und Schultern, die Bildschirmoberkante auf Augenhöhe, ein Positionswechsel alle dreißig bis vierzig Minuten, genug Schlaf und Flüssigkeit sowie Entspannung gegen Dauerstress. Und die Zahl der Schmerzmitteltage im Monat im Blick behalten.

Behandeln Sie auch Kinder mit Kopfschmerzen?

Ja. Bei Schulkindern und Jugendlichen geht es meist um Haltung, Bildschirmzeit, Schulstress und manchmal um den Kiefer während einer Zahnspangenbehandlung. Neue oder ungewöhnliche Kopfschmerzen bei Kindern gehören zuerst in die kinderärztliche Untersuchung.

Wann muss ich sofort zum Arzt?

Bei einem Kopfschmerz, der schlagartig einsetzt und binnen Sekunden seine volle Stärke erreicht, bei Kopfschmerz mit Fieber und steifem Nacken, mit Lähmung, Taubheit oder Sprach- und Sehstörungen, nach einem Sturz auf den Kopf oder mit Verwirrtheit. Das sind Notfälle, rufen Sie 112. Ärztlich abzuklären sind außerdem ein erstmals nach dem 50. Lebensjahr auftretender Kopfschmerz und jede deutliche Veränderung des gewohnten Musters.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern, wir antworten persönlich. Alle Fragen rund um die Praxis finden Sie außerdem auf der FAQ-Seite.

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